Deutsche Bahn kalkuliert mit 16 Milliarden Euro für Brenner-Zuleitungsstrecke
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Deutsche Bahn plant Milliardenpuffer für Zuleitungsstrecke zum Brenner-Basistunnel

Die Deutsche Bahn hat am Montag aktuelle Kostenschätzungen für die bayerische Zuleitungsstrecke zum Brenner-Basistunnel bekanntgegeben. Für Planung und Bau der Strecke von München zur österreichischen Grenze werden demnach Kosten von über 8,57 Milliarden Euro veranschlagt.

Zusätzlich zu diesen Planungs- und Baukosten ist ein Puffer von knapp 7,6 Milliarden Euro vorgesehen. Dieser soll als Vorsorge für Inflation und sonstige Risiken dienen. Die Deutsche Bahn setzt dabei eine mögliche Inflationsrate von bis zu zehn Prozent an.

Vorzugstrasse ermittelt

Die Vorplanung ist abgeschlossen, eine Vorzugstrasse wurde ermittelt. Die bevorzugte Trasse wäre 64 Kilometer lang, davon 39 Kilometer untertunnelt. Geplant ist eine zweigleisige Neubaustrecke. Projektleiter bei der DB InfraGO ist Matthias Neumaier.

Im Jahr 2021 hatte die Deutsche Bahn die möglichen Kosten noch auf knapp 8 Milliarden Euro geschätzt. Seitdem sind die Baukosten generell stark gestiegen.

Teil des europäischen Scan-Med-Korridors

Die Zuleitungsstrecke ist Teil der Alpenquerung über den Brenner-Basistunnel, der wiederum zum sogenannten Scan-Med-Korridor gehört – einer transeuropäischen Verbindung von Skandinavien nach Italien. Am Brenner-Basistunnel selbst wird seit 2015 gebaut. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) ist auf deutscher Seite politisch zuständig.