EU und Indien: Neues Handelsabkommen soll Exportchancen für Salzburger Unternehmen öffnen
Im kommenden Jahr soll ein Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien in Kraft treten. Das Abkommen sieht deutliche Zollsenkungen in mehreren Branchen vor und könnte die Exportbedingungen für österreichische Unternehmen erheblich verändern.
Indien gilt mit rund 1,5 Milliarden Einwohnern als bevölkerungsreichstes Land der Welt. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei 28 Jahren.
Deutliche Zollsenkungen in mehreren Branchen
Für Kraftfahrzeuge sinken die Einfuhrzölle in Indien von derzeit 110 Prozent auf 10 Prozent. Maschinen sollen künftig zollfrei nach Indien exportiert werden können. Bei medizinischen Geräten und Chemikalien sind Zollsenkungen von 44 Prozent auf null vorgesehen. Im Bereich Landwirtschaft bleiben hingegen hohe Handelsbarrieren bestehen – betroffen sind unter anderem Rindfleisch, Geflügel, Zucker und Reis.
Salzburger Unternehmen bereits am indischen Markt aktiv
Rund 50 Salzburger Unternehmen sind bereits am indischen Markt aktiv oder exportieren dorthin. Eines davon ist das Salzburger Unternehmen Commend International, das seit 13 Jahren mit einer Niederlassung in Indien vertreten ist. Geschäftsführer des Unternehmens ist Johann Linortner.
Die Wirtschaftskammer hat das Thema im Rahmen eines Exportforums behandelt. Hans-Jörg Hörtnagl ist als Wirtschaftsdelegierter tätig, Thomas Albrecht leitet die Handelspolitik bei der Wirtschaftskammer.








