Futtermangel in der Steiermark: Landwirte verkaufen Tiere früher
In weiten Teilen der Steiermark fehlt Landwirten derzeit Futter für ihre Tiere. Almen und Weideflächen gleichen vielerorts einer Steppe. Einige Rinderbauern haben deshalb bereits ältere Kühe verkauft, die eigentlich erst später verkauft werden sollten.
Auch Ochsen werden früher als üblich verkauft: Statt mit rund 800 Kilogramm gehen manche Tiere bereits mit 750 Kilogramm zum Verkauf, und zwar etwa zwei Monate früher als sonst. Das teilte die Landwirtschaftskammer Steiermark am Mittwoch auf Anfrage von Radio Steiermark mit.
Futtervermittlung läuft seit Wochen
Seit Wochen bereitet die Landwirtschaftskammer Steiermark eine Futtervermittlung vor. Dabei arbeitet sie mit dem Maschinenring Steiermark, dem Obersteirischen Maschinenring und Bio Austria Steiermark zusammen. Initiiert wurde die Aktion von Landwirtschaftskammerpräsident Andreas Steinegger.
Erste Betriebe mit Futtermangel haben bereits Lieferungen erhalten, etwa im Großraum Murau/Murtal. Derzeit werden Silomais als Futterersatz sowie hunderte Heuballen vermittelt. Die Ernte von Silomais in der Süd- und Südoststeiermark soll in den kommenden Wochen beginnen.
Deutliche Ernteeinbußen
Besonders betroffen sind Betriebe, die Rinder, Pferde, Schafe oder Ziegen halten, da diese auf Grundfutter angewiesen sind. Bei Heu und Silagen liegen die Ernteeinbußen teilweise bei bis zu 80 Prozent. Manche Betriebe haben deshalb bereits auf ihre Wintervorräte zurückgegriffen.
Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) erklärte, dass neben der Absicherung der Futterversorgung weitere Entlastungen notwendig seien. Derzeit laufen Gespräche mit dem Bund über ein Dürre-Maßnahmenpaket.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








