Drei Grazer Universitäten gründen gemeinsamen Innovation Hub für Start-ups
Die TU Graz, die Universität Graz und die Medizinische Universität Graz haben gemeinsam den Innovation Hub Graz (iHub Graz) gegründet. Das neue Transferzentrum soll Spin-offs aus den drei Hochschulen auf den Einstieg von Risikokapitalgebern vorbereiten.
Die Steiermark zählt zu den drei größten Start-up-Standorten Österreichs. In den vergangenen zehn Jahren sind aus den drei beteiligten Universitäten Unternehmen wie Innophore, BRAVE Analytics, Leftshift One, Easelink und TACEO hervorgegangen – aus den Bereichen Life Sciences, MedTech, Künstliche Intelligenz, Cybersecurity und Green Tech.
Gemeinsame Struktur mit klarer Außenwirkung
Die drei Universitäten sind zu je einem Drittel an der Transfergesellschaft beteiligt. Der iHub Graz soll als klar sichtbare Schnittstelle nach außen fungieren und Parallelstrukturen vermeiden. TU-Graz-Rektor Horst Bischof betonte, Ziel sei es, erfolgreiche Start-ups investorfähig zu machen. Uni-Graz-Rektor Peter Riedler erklärte, man wolle das Grazer Innovationsökosystem gemeinsam denken und Parallelwelten vermeiden.
An den Universitäten sollen sogenannte Scouts eingesetzt werden, die erfolgversprechende Projekte und Spin-offs frühzeitig identifizieren. Nach der Aufnahme in den iHub werden die Spin-offs zwölf bis 18 Monate weiterfinanziert. Sobald Risikokapitalgeber einsteigen, zieht sich die Transfergesellschaft zurück und bleibt lediglich als passiver Anteilseigner beteiligt. Angestrebt wird ein Bestand von rund zehn Spin-offs im iHub.
Sechs Millionen Euro für sieben Jahre
Für die kommenden sieben Jahre wurden Mittel in Höhe von rund sechs Millionen Euro reserviert. Die Ausschreibung der Geschäftsführung soll in den kommenden Tagen erfolgen, wie Vizerektor Alexander Rosenkranz von der Medizinischen Universität Graz mitteilte.





