Humanic erhält Sportflächen – Grazer Schuhhändler Leder&Schuh grenzt seine Marken schärfer ab

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Der Grazer Schuhhändler Leder&Schuh, Muttergesellschaft der Ketten Humanic und Shoe4You, richtet sich unter neuer Eigentümerschaft strategisch neu aus. Das Unternehmen gehört seit Ende März dem slowenischen Schuhhändler Mass. Konzernchef Armin Weger kündigte an, dass bei Humanic künftig eigene Sportflächen entstehen sollen, da sich die beiden Handelsmarken des Konzerns bislang zu großen Teilen überschnitten.

Neue Eigentümerstruktur nach 150 Jahren Familienbesitz

Leder&Schuh wurde 1872 in Graz gegründet und befand sich 150 Jahre lang in Familienbesitz. Seit Ende März gehört das Unternehmen dem slowenischen Schuhhändler Mass. Der Firmensitz bleibt in Graz. Konzernchef der Mass-Gruppe ist Armin Weger.

Leder&Schuh ist mit mehr als 200 Filialen in neun Ländern vertreten und beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Vorjahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 378 Millionen Euro, 2024 lag der Umsatz bei 371 Millionen Euro.

Schärfere Abgrenzung zwischen Humanic und Shoe4You

Nach Angaben des Unternehmens lagen die Überschneidungen zwischen den beiden Marken Humanic und Shoe4You bislang bei 60 bis 70 Prozent. Um die beiden Ketten klarer voneinander abzugrenzen, sollen bei Humanic eigene Sportflächen eingerichtet werden. Geplant ist, in bis zu 20 Humanic-Filialen entsprechende Humanic-Sports-Bereiche zu schaffen.

Humanic ist derzeit mit 120 Marken aufgestellt und betreibt knapp über 60 Filialen. Im kommenden Jahr sollen fünf bis acht dieser Filialen renoviert werden.

In Österreich sind Humanic und Shoe4You gemeinsam hinter Deichmann und Zalando die Nummer drei am Schuhmarkt.

Strukturwandel im österreichischen Schuhhandel

Der Schuhhandel in Österreich befindet sich seit Jahren in einem Konzentrationsprozess. Zwischen 2014 und 2025 hat sich die Zahl der Schuhhandelsstandorte im Land um ein Viertel verringert. Laut Daten des Marktforschungsunternehmens RegioData schlossen Schuhhändler im Vorjahr 91 Standorte, während lediglich 37 neu eröffnet wurden. Im laufenden Jahr setzte sich dieser Trend fort: Bislang sperrten 59 Schuhgeschäfte zu, dem stehen nur fünf Neueröffnungen gegenüber.

Ein Beispiel für diese Entwicklung in Graz ist die Salamander-Filiale in der Herrengasse, die 2023 schloss.

Grundsätzlich hängt der Rückgang stationärer Standorte im Schuhhandel branchenweit mit mehreren Faktoren zusammen, die den gesamten Einzelhandel betreffen. Der Onlinehandel hat sich in den vergangenen Jahren als feste Vertriebsschiene etabliert, und Plattformen wie Zalando konkurrieren unmittelbar mit stationären Filialisten um Kundschaft und Marktanteile. Gleichzeitig stehen klassische Schuhfachgeschäfte im Wettbewerb mit breiter aufgestellten Modehändlern wie H&M oder Zara, die Schuhe zunehmend als Ergänzung ihres Textilsortiments anbieten. Diese Konkurrenzsituation erhöht den Druck auf spezialisierte Schuhhändler, ihr Flächenangebot und ihre Sortimentsstrategie zu überdenken.

Üblicherweise reagieren Handelsunternehmen auf eine solche Marktlage mit einer Konsolidierung ihres Filialnetzes, gezielten Renovierungen bestehender Standorte sowie einer klareren Positionierung einzelner Marken innerhalb eines Konzerns. Eine deutliche Abgrenzung zwischen Schwestermarken, wie sie nun zwischen Humanic und Shoe4You vorgesehen ist, dient in solchen Fällen dazu, Doppelstrukturen im Sortiment zu verringern und unterschiedliche Kundengruppen gezielter anzusprechen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.