Hypo Tirol Bank: Vorstandssprecherin kritisiert Bürokratie und Bankenabgabe
Die Vorstandssprecherin der Hypo Tirol Bank, Claudia Höller, hat sich kritisch zur Bürokratie im österreichischen und europäischen Bankensektor geäußert. Ihrer Ansicht nach würden Banken und Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusätzliche regulatorische Hürden auferlegt.
Höller ist seit 35 Jahren im Bankgeschäft tätig und übt seit März die Funktion der Vorstandssprecherin sowie der Risiko- und Finanzvorständin der Hypo Tirol Bank aus. Die 58-Jährige ist gebürtige Tirolerin.
Forderung nach Bürokratieabbau
Höller fordert einen Abbau der Melde- und Dokumentationsvorschriften sowie eine Reduzierung der Nachhaltigkeitsvorschriften. Sie betonte, grundsätzlich nichts gegen Regeln zu haben, kritisierte jedoch, dass in Österreich beziehungsweise Europa in den vergangenen Jahren lediglich neue bürokratische Regularien hinzugefügt worden seien. Die bestehenden Kapital- und Liquiditätsvorschriften bezeichnete sie als sehr in Ordnung.
Kritik an der Bankenabgabe
Die Bundesregierung hat die Bankenabgabe zuletzt für weitere drei Jahre verlängert. Sie beträgt 300 Millionen Euro pro Jahr. Höller bezeichnete die Abgabe als weder sinnvoll noch wirtschaftlich und erklärte, dass dadurch Geld fehle, um die Wirtschaft zu finanzieren. In ihrer Bewertung der Bankenabgabe stimmt sie mit Branchensprecher Michael Höllerer überein.
Die Hypo Tirol Bank ist eine landeseigene Bank.








