KI-Kamera warnt Straßenarbeiter acht Sekunden vor drohendem Aufprall

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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KI-System soll Straßenarbeiter vor Kollisionen warnen

ASFINAG und ÖAMTC testen seit Herbst 2025 ein Assistenzsystem, das Mitarbeitende im Baustellenbereich besser vor Unfällen schützen soll. Das System mit dem Namen „CollisionEye“ stammt vom niederösterreichischen Unternehmen Eyyes.

Am Donnerstag wurde die Technologie im Fahrtechnikzentrum Teesdorf vorgestellt.

So funktioniert das System

Das Assistenzsystem erfasst Fahrzeuge über eine gegen die Fahrtrichtung ausgerichtete Kamera. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz wird der Fahrweg analysiert, um vorherzusagen, ob es zu einem Zusammenstoß kommt. In die Kamera ist zudem eine Spurerkennung integriert.

Bei einer drohenden Kollision kommt ein zweistufiges Warnsystem zum Einsatz: Unaufmerksame Lenkerinnen und Lenker werden acht Sekunden vor dem prognostizierten Aufprall mit einem lauten Hupsignal gewarnt. Mitarbeitende der Pannendienste erhalten zusätzlich einen Vibrationsalarm über ein am Körper getragenes Gerät. Laut Hans Pflügl von Eyyes hupte das System in einer früheren Ausführung noch relativ häufig.

Einsatz vor allem auf Schnellstraßen und Autobahnen

Das System kommt vor allem im Hochgeschwindigkeitsbereich auf Schnellstraßen und Autobahnen zum Einsatz. Seit Beginn der Testphase im Herbst 2025 waren neun Einsatzfahrzeuge der ASFINAG und elf Fahrzeuge des ÖAMTC damit ausgestattet. Beide Organisationen wollen den Testbetrieb ausweiten und jeweils 20 weitere Fahrzeuge mit dem System nachrüsten.

Laut Eyyes sind insgesamt bereits 250 Systeme im Einsatz, unter anderem in mehreren europäischen Ländern, in den USA und in Kanada.

Unfallzahlen im Baustellenbereich

Bernhard Lautner, bei der ASFINAG für Verkehrssicherheit zuständig, nennt für den Baustellenbereich im Schnitt rund 150 Unfälle pro Jahr. Bei fünf dieser Unfälle werden Menschen verletzt, ein bis zwei enden mit Schwerverletzten oder Toten.

Die Kosten pro Gerät liegen laut Angaben inklusive Montage im Bereich mehrerer tausend Euro. Harald Feichtinger, stellvertretender Leiter der mobilen Dienste des ÖAMTC, war ebenfalls an der Präsentation des Systems beteiligt.