Die Koralmbahn sorgt gut acht Monate nach ihrer Eröffnung für spürbare Umsatzsteigerungen bei Gastronomiebetrieben rund um den Klagenfurter Hauptbahnhof. Betreiber berichten von deutlich mehr Laufkundschaft und größeren Reisegruppen aus der Steiermark, insbesondere aus Graz.
Mehr Umsatz am Klagenfurter Bahnhof
Toni Dauti betreibt seit knapp zwei Jahren ein Restaurant im Bahnhofsgebäude in Klagenfurt. Zuvor stand die Fläche jahrelang leer, das Lokal war lange Zeit geschlossen. Seit der Eröffnung der Koralmbahn verzeichnet Dauti nach eigenen Angaben ein Umsatzplus von 30 Prozent. Ein Teil dieses Zuwachses geht auf Buchungen von Reisegruppen aus der Steiermark zurück, die teils mit bis zu 25 oder 30 Personen anreisen.
Auch gegenüber dem Bahnhof hat sich die neue Zugverbindung bereits ausgewirkt. Sandra Bozic eröffnete dort vor kurzem gemeinsam mit ihrem Mann ein Café, das sie seit gut einem Monat führt. Nach ihren Angaben stammen die Gäste fast ausschließlich aus der Steiermark. An guten Tagen zählt Bozic bis zu 40 steirische Besucherinnen und Besucher. Die meisten Sitzplätze ihres Lokals befinden sich im Freien.
Neue Reisegewohnheiten zwischen Kärnten und der Steiermark
Die Koralmbahn hat die Reisezeit zwischen Kärnten und der Steiermark spürbar verkürzt und damit Tagesausflüge in beide Richtungen erleichtert. Viele Kärntnerinnen und Kärntner nutzen die Verbindung inzwischen für Tagesausflüge nach Graz. Umgekehrt reisen zahlreiche Steirerinnen und Steirer über die neue Bahnstrecke an die Kärntner Seen.
Diese veränderten Reisegewohnheiten wirken sich unmittelbar auf die Gastronomie in Bahnhofsnähe aus. Ein Bahnhof mit direkter Anbindung an eine neue Schnellverbindung zieht typischerweise zusätzliche Laufkundschaft an, da Reisende vor der Abfahrt oder nach der Ankunft Zeit vor Ort verbringen. Gastronomiebetriebe in unmittelbarer Bahnhofsnähe profitieren dabei besonders stark, weil kurze Wege zwischen Gleis und Lokal für Reisende mit Anschlusszügen oder begrenztem Zeitfenster ausschlaggebend sind.
Grundsätzlich verändern neue Bahnverbindungen regional auch das Ausflugsverhalten. Kürzere Fahrzeiten machen Städte oder Seengebiete, die zuvor als eher aufwendig zu erreichen galten, für Tagesausflüge attraktiver. Das kann zu saisonalen oder wochenendbedingten Nachfrageschwankungen bei Gastronomie- und Freizeitbetrieben entlang der Strecke führen, etwa wenn an Wochenenden verstärkt Ausflugsverkehr in eine bestimmte Richtung auftritt.
Für Betriebe an neu belebten Bahnhofsstandorten bedeutet ein solcher Nachfrageschub häufig auch organisatorische Anpassungen, etwa bei Personalplanung, Sitzplatzkapazitäten oder Öffnungszeiten, um größere Gruppen und schwankendes Gästeaufkommen zu bewältigen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







