Leonhard Schitter bleibt für weitere fünf Jahre Vorstandsvorsitzender der Energie AG Oberösterreich. Der 59-Jährige wurde in seiner Funktion an der Spitze des Energieversorgungsunternehmens neu bestellt. Schitter war zuvor Chef der Salzburg AG und bleibt auch künftig für die oberösterreichische Minderheitsbeteiligung an diesem Unternehmen verantwortlich.
Neue Vertragsperiode für den Vorstandschef
Die Bestellung Schitters für weitere fünf Jahre sichert die Kontinuität an der Spitze der Energie AG Oberösterreich. Schitter, ausgebildeter Jurist, war zehn Jahre lang Mitglied des Vorstands der Salzburg AG, bevor er zur Energie AG Oberösterreich wechselte. Seine berufliche Laufbahn führte ihn zuvor auch in die Politik: Er war persönlicher Referent der ÖVP-Landeshauptleute Hans Katschthaler und Franz Schausberger.
Mit der Verlängerung bleibt Schitter zugleich für die Beteiligung Oberösterreichs an der Salzburg AG zuständig. Die Energie AG Oberösterreich hält eine Minderheitsbeteiligung an dem Salzburger Landesenergieversorger, dessen Vorstand Schitter früher selbst angehörte.
Struktur von Landesenergieversorgern
Landesenergieversorger wie die Energie AG Oberösterreich oder die Salzburg AG sind in Österreich häufig in einer gemischten Eigentümerstruktur organisiert, bei der neben dem jeweiligen Bundesland auch andere Länder oder Unternehmen Anteile halten. Solche Überkreuzbeteiligungen entstehen häufig aus historischen Kooperationen im Energiesektor, etwa bei gemeinsamen Kraftwerksprojekten oder Verbundnetzen. Sie sollen wirtschaftliche Stabilität schaffen und den beteiligten Ländern Einfluss auf strategische Entscheidungen in benachbarten Versorgungsgebieten sichern.
Vorstandsbestellungen bei solchen Unternehmen werden üblicherweise durch den Aufsichtsrat vorgenommen, der die Eigentümerinteressen der beteiligten Gebietskörperschaften und Anteilseigner vertritt. Die Dauer von Vorstandsmandaten liegt in der Energiewirtschaft häufig bei mehreren Jahren, um langfristige Investitionsentscheidungen, etwa im Bereich Netzausbau oder erneuerbare Energien, personell abzusichern.
Der berufliche Wechsel zwischen politischen Kabinetten und Führungspositionen in landeseigenen oder teilstaatlichen Unternehmen ist in Österreich ein wiederkehrendes Muster. Referententätigkeiten bei Landeshauptleuten gelten häufig als Ausgangspunkt für spätere Funktionen in der Verwaltung oder in Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung.







