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Matthäus Zelenka verlässt seinen Posten als Co-Geschäftsführer der Wiener Stadthalle vorzeitig. Zum 30. September 2026 wird er des Amtes enthoben, obwohl sein Vertrag ursprünglich bis Ende Jänner 2027 gelaufen wäre. Sein bisheriger Co-Geschäftsführer Thomas Waldner übernimmt die Stadthalle künftig als alleiniger Chef. Zelenkas Posten wird nicht nachbesetzt.
Vorzeitiges Ende nach kurzer Doppelspitze
Waldner war erst 2025 an die Seite Zelenkas geholt worden, nachdem dieser zuvor alleiniger Geschäftsführer der Stadthalle gewesen war. Zuvor hatte die Wien Holding Zelenka 2024 zum alleinigen Chef bestellt, nachdem das Haus traditionell stets mit zwei Geschäftsführern geleitet worden war. Mit der Installierung Waldners kehrte man also zunächst zur Doppelspitze zurück, ehe nun mit Zelenkas Abgang wieder eine Einzelführung entsteht – diesmal mit Waldner an der Spitze.
Waldner war vor seiner Bestellung zum Co-Geschäftsführer Chef von Wien Ticket. Zelenka wiederum blickt auf eine 17-jährige Tätigkeit im Wien-Holding-Konzern zurück. Für die Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak, die das Ressort im Sommer 2025 von Peter Hanke übernommen hatte, fällt der Personalwechsel in eine Phase, in der mehrere Führungspositionen im Wien-Holding-Umfeld neu besetzt wurden.
Wechsel fällt in Umbauphase der Wien Holding
Der Abgang Zelenkas reiht sich in eine Serie personeller Veränderungen im Konzern ein. Bereits Anfang 2026 war es zur einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses von Kurt Gollowitzer als Wien-Holding-Chef gekommen. Im April 2026 übernahm Karin Ramser dessen Posten. Sie leitet die Wien Holding seither gemeinsam mit Oliver Stribl, der zuvor mit Gollowitzer die Doppelspitze gebildet hatte.
In der Stadthalle selbst bleibt neben Waldner auch Denise Fürhacker als Prokuristin tätig, die als enge Vertraute Zelenkas gilt. Die Wiener Stadthalle stand im Mai 2026 im Zentrum eines der größten Ereignisse ihrer Geschichte: In der Halle fand der Eurovision Song Contest statt, eine Veranstaltung mit erheblicher organisatorischer und medialer Reichweite.
Geschäftsführung bei städtischen Betrieben
Grundsätzlich unterliegen Geschäftsführungspositionen bei Unternehmen im Einflussbereich der Stadt Wien, wie sie unter dem Dach der Wien Holding gebündelt sind, üblicherweise befristeten Bestellungen und Verträgen, über deren Verlängerung oder vorzeitige Beendigung die zuständigen Aufsichtsgremien entscheiden. Wechsel in solchen Positionen können unterschiedliche Gründe haben, etwa strategische Neuausrichtungen, veränderte Anforderungen an die operative Führung oder persönliche Entscheidungen der Beteiligten. Bei größeren Kultur- und Veranstaltungsbetrieben wie der Wiener Stadthalle kommt hinzu, dass die Geschäftsführung neben wirtschaftlichen auch organisatorische und sicherheitsrelevante Aufgaben rund um Großveranstaltungen verantwortet.
Die Struktur mit zwei Geschäftsführern, wie sie bei der Stadthalle über weite Strecken üblich war, dient in vergleichbaren Betrieben häufig dazu, unterschiedliche Kompetenzbereiche abzudecken, etwa die kaufmännische Leitung einerseits und den operativen Veranstaltungsbetrieb andererseits. Entscheidungen darüber, ob ein Unternehmen mit einer Einzelgeschäftsführung oder einer Doppelspitze geführt wird, treffen bei Betrieben im Eigentum der öffentlichen Hand in der Regel die Eigentümervertretung gemeinsam mit den Aufsichtsgremien, unter Berücksichtigung der jeweiligen Unternehmensgröße und der anstehenden Aufgaben.
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Hinweis zur Faktenprüfung
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