Millionenschäden durch Hitze und Trockenheit in Tirols Landwirtschaft

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Hitze und Trockenheit haben der Landwirtschaft in Tirol im Jahr 2026 nach bisherigem Stand Millionenschäden zugefügt. Betroffen sind unter anderem Milchviehbetriebe, Almgebiete, der Obstbau und der Gemüseanbau. Landwirte aus verschiedenen Tiroler Gemeinden berichten von deutlichen Ernte- und Ertragseinbußen sowie von zusätzlichem Aufwand, um die Folgen der langen Trockenperioden abzufedern.

Milchviehbetriebe und Almen unter Druck

Georg Kapferer, Landwirt aus Zirl, berichtet, dass seine Milchkühe bei heißem Wetter mehr liegen und weniger fressen. Das wirkt sich unmittelbar auf die Milchmenge aus. Kapferer rechnet für das Jahr 2026 mit rund zehn Prozent weniger Milchertrag. Im Frühjahr hat er deshalb eine Sprinkleranlage in seinem Kuhstall installiert, um seine Tiere bei großer Hitze zu kühlen.

Auch auf den Futterwiesen hat die Trockenheit deutliche Spuren hinterlassen. Vielerorts ist die Grasnarbe geschädigt und muss über eine Nachsaat wiederhergestellt werden. Betriebe ohne ausreichende Futterreserven müssen zusätzliches Futter oftmals teuer zukaufen. Auch die Almgebiete in Tirol sind von Dürreschäden betroffen. Dort stand diesen Sommer weniger Futter zur Verfügung. Vereinzelt mussten Tiere bereits wieder von den Almen abgetrieben werden, weil es an Wasser oder Futter mangelte.

Kleinere Früchte im Obstbau, Vorteile für Weintrauben

Im Obstbau macht sich die Hitze in erster Linie durch kleinere Früchte bemerkbar. Obstbauer Simon Zimmermann aus Fritzens hat bereits vor längerer Zeit in eine Bewässerungsanlage investiert. Trotzdem bleibt sein Obst in diesem Jahr kleiner als sonst. Zimmermann erklärt, dass ein Millimeter Fruchtgröße rund vier Prozent des Gewichts ausmacht. Er rechnet damit, dass heuer fünf bis sechs Millimeter Fruchtgröße fehlen werden. Daraus ergeben sich nach seiner Einschätzung Ernteeinbußen zwischen zehn und 25 Prozent. In absoluten Zahlen dürften die Einbußen bei ihm rund 100 Tonnen Obst betragen.

Nicht alle Kulturen sind von der Hitze gleichermaßen negativ betroffen. Weintrauben haben von der Sonne und den warmen Temperaturen profitiert.

Gemüsebau kämpft mit Sonnenbrand bei Früchten

Im Gemüsebau zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei anderen Kulturen. Bei Walter Plank aus Hall hat eine Bewässerungsanlage gegen die Trockenheit geholfen. Gegen anhaltende Hitze bietet Bewässerung jedoch nur begrenzten Schutz. Viele Pflanzen gehen zugrunde, weil sie mit dem Hitzestress nicht zurechtkommen. Bei Fruchtgemüse wie Paprika kommt es zu Sonnenbrand, wodurch die betroffenen Früchte nicht mehr verkäuflich sind. Zuletzt haben Regenfälle in der Region zu einer gewissen Entspannung der Situation beigetragen.

Wasserversorgung als zentrale Stellschraube in der Landwirtschaft

Grundsätzlich hängt die Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe gegenüber Hitzeperioden stark von der Wasserversorgung ab. Bewässerungssysteme in Obst- und Gemüsekulturen können Trockenschäden abmildern, ersetzen aber keinen ausreichenden Niederschlag über einen längeren Zeitraum. Bei anhaltender Hitze stoßen selbst gut ausgestattete Betriebe an technische und wirtschaftliche Grenzen, etwa wenn Wasserquellen begrenzt sind oder der Energieaufwand für die Bewässerung steigt.

In der Tierhaltung spielt neben der Wasserversorgung auch die Stallklimatisierung eine wichtige Rolle. Kühlsysteme wie Sprinkleranlagen sollen Hitzestress bei Nutztieren reduzieren, da dieser sich unmittelbar auf Fressverhalten, Wohlbefinden und letztlich auf die Milch- oder Fleischleistung auswirken kann. Auf Grünlandflächen und Almen wirkt sich anhaltende Trockenheit zudem auf die Grasnarbe aus, deren Regeneration Zeit benötigt und häufig eine gezielte Nachsaat erfordert. Für Betriebe, die auf ausreichende Futtermengen aus der eigenen Fläche angewiesen sind, kann dies zu zusätzlichem finanziellen Aufwand führen, etwa durch den Zukauf von Futtermitteln.

Auch im Obst- und Gemüsebau gehören Hitzeperioden zu den zentralen Herausforderungen, mit denen sich landwirtschaftliche