Niederösterreichs Tourismus hat im Juli 2026 wieder zugelegt. In den Beherbergungsbetrieben des Bundeslandes wurden 829.700 Nächtigungen registriert, ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch bei den Ankünften zeigt sich ein deutliches Wachstum: Mit 348.800 Ankünften lag der Wert um 8,8 Prozent über jenem des Vorjahres.
Zuwächse bei in- und ausländischen Gästen
Von den 829.700 Nächtigungen im Juli entfielen 500.400 auf inländische Gäste, was einem Plus von 0,1 Prozent entspricht. Ausländische Gäste sorgten für 329.300 Nächtigungen und damit für ein deutlich stärkeres Plus von 5,9 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Ankünften: 189.600 Ankünfte gingen auf inländische Gäste zurück, ein Anstieg von 7,3 Prozent. Bei den ausländischen Gästen wurden 159.200 Ankünfte gezählt, was einem Zuwachs von 10,7 Prozent entspricht. Damit fiel das Wachstum bei ausländischen Gästen sowohl bei den Nächtigungen als auch bei den Ankünften stärker aus als bei inländischen Gästen.
Bundesländervergleich im Juli
Mit Ausnahme des Burgenlandes wurden im Juli 2026 in allen anderen österreichischen Bundesländern mehr Ankünfte und Nächtigungen verzeichnet als im Vorjahresmonat. Im Burgenland gab es ein gemischtes Bild: Bei inländischen Gästen gingen sowohl die Nächtigungen als auch die Ankünfte zurück, während bei ausländischen Gästen sowohl die Nächtigungen als auch die Ankünfte zunahmen.
Schwacher Saisonstart im Frühsommer
Der Juli-Zuwachs in Niederösterreich folgt auf einen schwächeren Saisonstart. In den Monaten Mai und Juni 2026 waren die Nächtigungszahlen im Bundesland um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Im Ranking der Bundesländer belegte Niederösterreich in diesem Zeitraum bei den Nächtigungen den letzten Platz.
Werbekampagne mit prominenten Gesichtern
Vor diesem Hintergrund setzt die NÖ Werbung auf eine Kampagne mit dem Titel „Wer macht schon Urlaub in Niederösterreich?“, bei der prominente Testimonials zum Einsatz kommen. Zu den Personen, die im Zusammenhang mit der Vermarktung Niederösterreichs genannt werden, zählt der Fußballer Marko Arnautovic. Die Kampagne erzielte in den ersten Wochen nach eigenen Angaben mehr als 17 Millionen Impressionen in sozialen Netzwerken.
Wie Nächtigungs- und Ankunftszahlen erhoben werden
Grundsätzlich basieren touristische Statistiken wie Nächtigungen und Ankünfte auf den Meldedaten der Beherbergungsbetriebe, die diese Angaben an die jeweiligen Statistikbehörden übermitteln. Als Nächtigung zählt dabei jede Übernachtung eines Gastes, während die Ankunftszahl die Anzahl der Gäste unabhängig von der Aufenthaltsdauer abbildet. Ein Gast, der mehrere Nächte bleibt, erzeugt also eine Ankunft, aber mehrere Nächtigungen. Diese Unterscheidung erlaubt Rückschlüsse auf die durchschnittliche Aufenthaltsdauer und wird von Tourismusverbänden regelmäßig zur Einschätzung der Saisonentwicklung herangezogen.
Bei der Bewertung von Monatswerten wird üblicherweise der Vorjahresvergleich herangezogen, da saisonale Schwankungen innerhalb eines Jahres naturgemäß groß sind. Witterung, Feiertagslage und internationale Reisetrends können dabei einzelne Monate beeinflussen, ohne dass sich daraus zwingend ein längerfristiger Trend ableiten lässt. Tourismusorganisationen in den Bundesländern beobachten deshalb in der Regel mehrere Monate im Verlauf, um saisonale Entwicklungen einordnen zu können.
Werbekampagnen von Landestourismusorganisationen zielen grundsätzlich darauf ab, die Bekanntheit einer Destination zu steigern und Reiseentscheidungen zugunsten der beworbenen Region zu beeinflussen. Der Einsatz bekannter Persönlichkeiten als Testimonials ist dabei ein verbreitetes Instrument, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen und Kampagneninhalte über soziale Netzwerke weiterzutragen. Kennzahlen wie Impressionen geben dabei Auskunft darüber, wie oft Inhalte einer Kampagne angezeigt wurden, lassen jedoch für sich genommen keine unmittelbaren Rückschlüsse auf konkrete Buchungszahlen zu.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







