ÖGK-Obmann kritisiert lange Wartezeiten im Gesundheitssystem
Der Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Andreas Huss, hat am Freitag in Bregenz auf die Situation im heimischen Gesundheitssystem hingewiesen. Es gehe zunehmend in Richtung „warten oder bezahlen“, sagte Huss im Rahmen einer Pressekonferenz. Diesen Zustand bezeichnete er als „eines modernen Gesundheitssystems unwürdig“.
Als Lösungsansatz für das Problem langer Wartezeiten nannte Huss den Ausbau von Primärversorgungseinrichtungen (PVE) und Facharztzentren. Österreichweit gibt es derzeit 116 PVE, bis Ende 2026 sollen es 150 sein.
Kritik an Vorarlberg
Huss verwies darauf, dass Vorarlberg das einzige Bundesland sei, das im Regionalen Strukturplan Gesundheit 2030 kein Ziel für neue PVE festgeschrieben habe. In Tirol etwa sind bis 2030 13 neue PVE vorgesehen. Aktuell verfügen sowohl Vorarlberg als auch Tirol über jeweils drei PVE.
In Vorarlberg stehen für 100.000 Einwohner 53,4 Allgemeinmediziner zur Verfügung. Der österreichweite Durchschnitt liegt bei 80,7 pro 100.000 Einwohner.
AK-Vizepräsidentin Manuela Auer übte ebenfalls Kritik an der PVE-Planung in Vorarlberg. Sie sagte: „Das geht zulasten von Patienten, die gehen stattdessen in Ambulanzen“. Huss und Auer wiesen zudem das Argument des Landes zurück, dieses sei lediglich für die Förderung, nicht aber für die Gründung von PVE zuständig.
Forderung nach zusätzlichem Personal
Auer forderte den Einsatz von „Acute Community Nurses“ nach dem Vorbild Niederösterreichs. Dabei handelt es sich um Pflegekräfte mit Notfallsanitäter-Ausbildung. Zudem verwies sie darauf, dass die telefonische Gesundheitsberatung 1450 in den Bundesländern derzeit noch sehr unterschiedlich ausgestaltet ist.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








