Österreich nimmt Supercomputer MUSICA in Betrieb – 45 Petaflops für Forschung und Wirtschaft
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Supercomputer MUSICA offiziell eröffnet – 45 Petaflops an drei Standorten

Österreich hat am 3. Juli 2026 einen neuen Hochleistungsrechner in Betrieb genommen: Der Supercomputer MUSICA (Multi-Site Computer Austria) wurde offiziell eröffnet. Das System verteilt sich auf die Standorte Wien, Linz und Innsbruck und erbringt eine Rechenleistung von 45,11 Petaflops.

Den Regelbetrieb hat MUSICA bereits im Mai 2026 aufgenommen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 36 Millionen Euro.

Aufbau und technische Ausstattung

Am Science Center der TU Wien im Arsenal sind 184 Rechenknoten untergebracht, an der Universität Innsbruck und der Universität Linz jeweils 128. Insgesamt umfasst das System 1.088 Grafikprozessoren (GPUs) sowie 880 Zentralprozessor-Einheiten (CPUs). Damit übertrifft MUSICA den bisherigen österreichischen Supercomputer VSC-5 um mehr als das Achtfache.

Am Standort Innsbruck wird zudem der Quantencomputer OTTER in den Rechnerverbund integriert. OTTER verfügt über bis zu 20 quantenmechanisch verbundene Qubits. Die Integration des Quantencomputers ist mit zusätzlichen 9 Millionen Euro veranschlagt.

Finanzierung und Träger

Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 36 Millionen Euro stammen 20 Millionen Euro aus dem EU-Wiederaufbaufonds NextGenerationEU über die Forschungsoffensive Quantum Austria. Das Wissenschaftsministerium stellt weitere 16 Millionen Euro bereit. MUSICA ist Teil des Austrian Scientific Computing-Verbundes (ASC). Als Projektpartner sind TU Wien, TU Graz, Universität Wien, Universität Innsbruck, Universität Linz, BOKU und ISTA beteiligt.

Die Infrastruktur steht Anwendern aus Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung offen.