Österreichs Molkereien fusionieren im Eiltempo – Berglandmilch schluckt Obersteirische Molkerei

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Der österreichische Molkereimarkt befindet sich in einer Phase spürbarer Konsolidierung. Mit Berglandmilch und der Obersteirischen Molkerei haben zwei Genossenschaften einen Zusammenschluss angekündigt, während zugleich SalzburgMilch, NÖM und weitere Anbieter ihre Strukturen in den vergangenen Jahren durch Übernahmen und Beteiligungen verändert haben. Getragen wird der Markt weiterhin überwiegend von genossenschaftlichen Molkereien, die im Besitz der Milchbauern stehen.

Berglandmilch und Obersteirische Molkerei planen Zusammenschluss

Berglandmilch und die Obersteirische Molkerei haben einen Zusammenschluss angekündigt. Die Obersteirische Molkerei bringt dabei ihre Milchsparte ein und erhält im Gegenzug rund 10 Prozent der Genossenschaftsanteile an der Berglandmilch. Die Erlöse der Milchsparte der Obersteirischen Molkerei betrugen im Vorjahr rund 162 Millionen Euro. Der Konzernumsatz des Unternehmens, das auch Lagerhaus- und Forsttechniktöchter umfasst, lag 2025 bei rund 390 Millionen Euro. Die Berglandmilch selbst erzielte zuletzt einen Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro und ist bereits das Ergebnis mehrfacher Fusionen: 1994 entstand sie durch den Zusammenschluss von sechs regionalen Molkereien, 2009 kam die Landfrisch Molkerei hinzu, 2010 die Tirol Milch und 2011 die steirische Stainzer Milch.

Auch bei anderen österreichischen Molkereien haben sich die Eigentumsverhältnisse zuletzt verändert. SalzburgMilch entstand 2013 durch die Fusion von Alpenmilch Salzburg und Käsehof. 2020 verkaufte die bayerische Großmolkerei Meggle ihren 42-Prozent-Anteil an der SalzburgMilch an die Genossenschaft, seither befindet sich das Unternehmen zu 100 Prozent im Besitz heimischer Milchbauern. Im Jahr 2026 stieg SalzburgMilch bei der Pinzgau Milch ein und übernahm die operative Führung. Beide Salzburger Molkereien kommen zusammen auf einen Umsatz von mehr als 510 Millionen Euro. Eine Fusion der genossenschaftlichen Gmundner Molkerei mit SalzburgMilch kam hingegen nicht zustande. Die Gmundner Molkerei ging statt dessen mit der privaten bayerischen Milchwerk Jäger GmbH zusammen, beide Unternehmen beteiligten sich wechselseitig aneinander.

Die NÖM ist zu 63 Prozent im Besitz der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, weitere 34 Prozent halten die niederösterreichischen Milchbauern über die MGN Milchgenossenschaft Niederösterreich. 2025 erzielte die NÖM einen Umsatz von rund 790 Millionen Euro. Mitte 2025 gaben NÖM und die genossenschaftliche Vorarlberg Milch ihren Zusammenschluss bekannt, seither hält die Vorarlberger V-Milch Genossenschaft 3 Prozent an der NÖM. Die Vorarlberg Milch selbst erzielte einen Umsatz von 60 Millionen Euro. Die genossenschaftliche Kärntnermilch kam 2025 auf einen Umsatz von 135 Millionen Euro. Im Familienbesitz befinden sich unter anderem der Vorarlberger Käseerzeuger Rupp AG mit einem Umsatz von 370 Millionen Euro und die Salzburger Käserei Woerle mit 185 Millionen Euro Umsatz.

Ende 2024 und Anfang 2025 kam es zwischen NÖM und dem Handelsunternehmen Spar für mehrere Monate zu keiner Einigung bei den Preisverhandlungen. In dieser Zeit führte Spar keine NÖM-Produkte im Sortiment. Spar, Rewe, Hofer und Lidl verfügen gemeinsam über einen Marktanteil von 94 Prozent im österreichischen Lebensmittelhandel. Im Außenhandel stiegen die milchwirtschaftlichen Exporte im ersten Halbjahr 2026 um mehr als 5 Prozent auf rund 1 Milliarde Euro, während die Importe um 9,5 Prozent auf 593 Millionen Euro zurückgingen. Käse bleibt dabei das wichtigste Außenhandelsprodukt, mit einem Exportvolumen von 512 Millionen Euro und einem Importvolumen von 387 Millionen Euro. Wifo-Ökonom Franz Sinabell hat sich zur Konsolidierungswelle bei genossenschaftlichen Molkereien geäußert. Die Fusionswelle in der heimischen Milchbranche wird zudem von den Wettbewerbshütern beobachtet.

Genossenschaftliches Modell und Fusionsdruck seit den 1990er-Jahren

Grundsätzlich unterscheidet sich das genossenschaftliche Modell in der Milchwirtschaft von rein privatwirtschaftlichen Unternehmensstrukturen dadurch, dass die Milchbauern selbst Eigentümer der Molkerei sind und über Genossenscha

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.