Tourismus in Österreich: Rekordstart in die Sommersaison, aber steigende Preise belasten viele Haushalte
Die österreichische Tourismusbranche verzeichnet einen außergewöhnlich starken Saisonstart. Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten, dass ein wachsender Teil der Bevölkerung auf Urlaub verzichtet oder verzichten muss.
Der Mai war österreichweit mit einem Buchungsplus von zwölf Prozent besonders stark. Laut Georg Immlauer, Obmann des Fachverbandes für Hotellerie in der Wirtschaftskammer, handelt es sich um den besten Saisonstart, den die Branche hierzulande je verzeichnet hat. Fast jeder zweite Österreicher und jede zweite Österreicherin plant heuer zumindest einen Inlandsurlaub. Buchungen auf Bauernhöfen stiegen um zehn Prozent. Auffällig ist zudem, dass Reisen sehr kurzfristig gebucht werden.
Preisanstiege bei urlaubsrelevanten Ausgaben
Das Momentum-Institut hat bei mehreren urlaubsrelevanten Bereichen Preiserhöhungen festgestellt. Restaurants haben ihre Preise demnach um fünf Prozent angehoben, Campingplätze und Jugendherbergen verlangen im Schnitt fast 14 Prozent mehr, Freibadbesuche kosten vier Prozent mehr. Treibstoffe sind um 26 Prozent gestiegen.
Viele Haushalte ohne Urlaubsmöglichkeit
18 Prozent der Haushalte können sich keinen Urlaub leisten. Jeder und jede Fünfte verzichtet gänzlich auf eine Erholungsreise. Bei Alleinerziehenden geben über 40 Prozent an, mit ihren Kindern nicht in den Urlaub fahren zu können. Bei armutsgefährdeten Haushalten sind es fast zwei von fünf, die sich keinen Erholungsurlaub leisten können.
Buchungslage zufriedenstellend, Zusatzkonsum schwächer
Georg Immlauer, der das Schloßhotel Pichlarn im Ennstal betreibt, bezeichnet die Buchungslage als zufriedenstellend. Er weist jedoch darauf hin, dass der Umsatz zu wünschen übrig lasse, weil Nebenkonsumationen nicht in der gewohnten Menge anfallen.








