Rosen Waibel: Gläubiger stimmen Sanierungsplan zu – Produktion wird eingestellt

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Gläubiger von Rosen Waibel haben am Donnerstag einem Sanierungsplan für das Unternehmen aus Mäder zugestimmt. Sie erhalten damit 40 Prozent ihrer offenen Forderungen zurück. Rosen Waibel hatte im Juni 2026 mit rund 2,5 Millionen Euro Schulden Insolvenz angemeldet. Der Blumenhandel kann seinen Betrieb nun fortsetzen, allerdings in deutlich kleinerem Umfang als zuvor.

Sanierungsplan besiegelt deutlich kleineren Betrieb

Im Zuge der Sanierung wurde die eigene Produktion von Rosen Waibel geschlossen. Blumen und Pflanzen werden künftig zugekauft, unter anderem aus Holland. Mit dem Ende der Produktion sind weitere Arbeitsplätze weggefallen. Auch im Gartencenter wurde das Personal halbiert: Arbeiteten dort zuvor 23 Personen, sind es heute nur noch zwölf.

Inhaber des Unternehmens ist Marco Waibel. Die Handelsgesellschaft Rosen Waibel hat ihren Sitz in Mäder. Mit der Zustimmung der Gläubiger zum Sanierungsplan ist der Fortbestand des Betriebs zunächst gesichert, wenn auch mit reduziertem Personalstand und veränderter Struktur bei der Beschaffung von Blumen und Pflanzen.

Steigende Energiekosten und Preisdruck aus dem Ausland

Grundsätzlich sind Betriebe, die Blumen und Pflanzen in Glashäusern produzieren, auf eine konstante Beheizung angewiesen. Diese wurde zuletzt teurer. Auch die Kosten für Strom und Transport stiegen. Solche Kostensteigerungen treffen Betriebe mit eigener Produktion in der Regel stärker als reine Handelsunternehmen, da neben dem Wareneinkauf zusätzlich Energie- und Betriebskosten für Anbauflächen anfallen.

Hinzu kommt bei Rosen Waibel der Preisdruck durch große Anbieter aus dem Ausland. In der Blumen- und Pflanzenbranche stehen kleinere, regional produzierende Betriebe häufig im Wettbewerb mit international agierenden Großanbietern, die durch höhere Produktionsmengen und niedrigere Stückkosten günstigere Preise anbieten können. Ein Umstieg auf Zukauf statt Eigenproduktion, wie er bei Rosen Waibel nun erfolgt, gilt in solchen Fällen als eine mögliche Reaktion, um Kostenstrukturen anzupassen.

In einem gerichtlichen Sanierungsverfahren wird ein Plan erst wirksam, wenn ihm die Mehrheit der Gläubiger zustimmt. Üblicherweise sieht ein solcher Plan eine Quote vor, zu der ein Teil der offenen Forderungen beglichen wird, während der übrige Teil erlassen wird. Im Gegenzug erhält das Unternehmen die Möglichkeit, den Betrieb fortzuführen, häufig verbunden mit strukturellen Anpassungen wie einer Verkleinerung des Personalstands oder einer Veränderung der betrieblichen Abläufe.