Salzburger Firma baut Technik für über 1.000 ÖBB-Ticketautomaten und erhält Handwerkspreis

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Ein Salzburger Unternehmen steht hinter der Technik der neuen ÖBB-Ticketautomaten, die mittlerweile an mehr als tausend Bahnstationen in Österreich im Einsatz sind. Entwickelt wurde die Technik in Grödig im Flachgau, produziert wird sie in Tamsweg im Lungau. Für dieses Projekt wurde der Salzburger Handwerkspreis vergeben.

Auszeichnung für die Technik hinter den Fahrscheinautomaten

Die Firma Digital Elektronik aus Tamsweg wurde am Dienstag mit dem Salzburger Handwerkspreis ausgezeichnet. Das Unternehmen hatte sich bei dem Auftrag für die ÖBB-Ticketautomaten europaweit gegen große Konkurrenten durchgesetzt. Wie Geschäftsführer Johannes Auer schildert, zählt der Betrieb mit rund 80 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern im Bezirk.

Das Innenleben der Automaten wird in Tamsweg gefertigt. Vom Design über die Bestückung der Leiterplatten bis zur Auslieferung kommt dabei alles aus einer Hand. Allein am Salzburger Hauptbahnhof werden mit den Geräten täglich Hunderte Fahrscheine ausgestellt.

Historische Holzvertäfelung mit modernem Verfahren restauriert

Eine weitere Auszeichnung ging an die Firma Baukultur2 aus Strobl im Flachgau. Das Unternehmen saniert gemeinsam mit Forschern der FH Salzburg das Fürstenzimmer auf der Festung Hohensalzburg. Fehlstellen in der historischen Holzvertäfelung werden dabei mit eigens angefertigten Teilen aus dem 3D-Drucker ergänzt. Geschäftsführer Thomas Trattner sagt, der gesamte Prozess habe eineinhalb Jahre in Anspruch genommen.

Kritik an Energie- und Treibstoffpreisen bei der Verleihung

Im Rahmen der Preisverleihung wurde auch deutliche Kritik an den hohen Energie- und Treibstoffpreisen laut. Tischler Paul Gollackner nannte die Treibstoffkosten als eine der größten Belastungen für Handwerksbetriebe. Spartenobmann Bernhard Seidl verwies zusätzlich auf Bürokratie sowie hohe Steuern und Abgaben in Österreich als Faktoren, die Betriebe im Bundesland belasten.

Im Bundesland Salzburg arbeiten laut den vorliegenden Zahlen knapp 55.000 Menschen in Gewerbe und Handwerk.

Fertigung von Elektronik in kleinteiligen Serien

Grundsätzlich zählt die Produktion von Steuerungs- und Ausgabetechnik für öffentliche Verkehrssysteme zu den anspruchsvolleren Bereichen der Elektronikfertigung. Geräte wie Fahrscheinautomaten müssen üblicherweise über viele Jahre hinweg zuverlässig unter wechselnden Witterungsbedingungen funktionieren und zugleich hohe Nutzungsfrequenzen aushalten. Anders als bei Massenprodukten der Unterhaltungselektronik handelt es sich dabei häufig um kleinere Serien mit speziellen technischen Anforderungen, etwa an Sicherheit, Wartungsfreundlichkeit und Barrierefreiheit.

Bei solchen Ausschreibungen europäischer Verkehrsbetriebe stehen heimische Hersteller häufig im Wettbewerb mit international tätigen Konzernen. Ausschlaggebend sind dabei neben dem Preis oft auch Zuverlässigkeit, Servicequalität und die Fähigkeit, Entwicklung und Produktion aus einer Hand anzubieten.

Digitale Verfahren in der Denkmalpflege

Auch in der Restaurierung historischer Bausubstanz gewinnen digitale Fertigungsverfahren zunehmend an Bedeutung. Bei der Sanierung von Holzvertäfelungen oder anderen kunsthandwerklichen Elementen kann der 3D-Druck eingesetzt werden, um fehlende oder beschädigte Teile möglichst originalgetreu zu ergänzen. Solche Verfahren erfordern in der Regel eine enge Zusammenarbeit zwischen Handwerksbetrieben und wissenschaftlichen Einrichtungen, um historische Formen und Materialeigenschaften exakt nachzubilden. Gerade bei denkmalgeschützten Objekten wie der Festung Hohensalzburg spielt dabei auch der Nachweis eine Rolle, dass neue Bauteile sich möglichst unauffällig in den historischen Bestand einfügen.

Für heimische Gewerbe- und Handwerksbetriebe bleiben unterdessen Energie- und Treibstoffkosten sowie regulatorische Rahmenbedingungen zentrale wirtschaftliche Faktoren. Preisverleihungen wie der Salzburger Handwerkspreis bieten in diesem Zusammenhang regelmäßig auch eine Plattform, um auf solche strukturellen Herausforderungen der Branche hinzuweisen.

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