Sony-Werk in Thalgau stellt Produktion auf optische Mikrolinsen um
Das Sony-Werk im flachgauischen Thalgau steht vor einem grundlegenden Wandel: Weil Sony neue Konsolenspiele künftig ausschließlich online anbieten will, wird die Disc-Produktion am Standort schrittweise zurückgefahren. Gleichzeitig investiert der Konzern in eine neue Technologie zur Herstellung optischer Mikrolinsen.
Die rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Werks wurden am Mittwoch über die geplante Umstrukturierung informiert.
Rückgang der Disc-Produktion ab 2028
Derzeit verlassen täglich 600.000 Discs das Fließband in Thalgau. Playstation-Titel machen aktuell rund 50 Prozent des gesamten Produktionsvolumens von Sony DADC aus, davon entfallen etwa 20 Prozent auf Neubestellungen. Da neue Playstation-Spiele künftig nicht mehr auf Disc erscheinen, wird das Volumen deutlich sinken. Laut Konzernchef Dietmar Danzer soll ab 2028 nur noch rund zehn Prozent des heutigen Volumens produziert werden.
Rund 30 Millionen Euro in neue Technologie investiert
Im Werk Thalgau wurden zuletzt rund 30 Millionen Euro in die Herstellung optischer Mikrolinsen investiert, die unter dem Begriff Micro Optics zusammengefasst werden. Die Technologie dient dazu, Licht auf kleinstem Raum zu fokussieren und zu lenken. Als mögliche Anwendung nennt Markus Streibl, Leiter Micro Optics bei Sony DADC, etwa einen Kfz-Blinker, der ein Lichtsignal auf den Asphalt projiziert.
Bereits jetzt wurden einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Disc-Produktion für den Testbetrieb der neuen Technologie abgezogen. Die Serienproduktion optischer Mikrolinsen soll im kommenden Jahr anlaufen.








