Die Steiermark ist unter allen österreichischen Bundesländern jenes mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung. Laut aktuellen Daten der Statistik Austria liegt die Schuldenlast dort bei 8.611 Euro je Einwohner. Auf Platz zwei folgt Kärnten mit 8.201 Euro pro Kopf. Das Burgenland liegt mit 7.783 Euro auf dem dritten Rang, dahinter folgen Niederösterreich mit 7.507 Euro und Wien mit 7.342 Euro.
Deutlich niedriger fällt die Verschuldung in Vorarlberg mit 5.012 Euro pro Kopf sowie in Salzburg mit 4.297 Euro aus. Oberösterreich weist mit 3.336 Euro die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung aus. Das Schlusslicht im Bundesländervergleich bildet Tirol mit 3.285 Euro pro Einwohner.
Aktuelle Werte und ihre Herkunft
Die Zahlen stammen von der Statistik Austria und beziehen sich auf den Stand vom 31. März 2026. Sie bilden den Schuldenstand der Bundesländer gemäß dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen, kurz ESVG, ab. Diese Berechnungsmethode berücksichtigt neben den unmittelbaren Landeshaushalten auch die Landeskammern sowie ausgegliederte, sogenannte außerbudgetäre Einheiten der Länder.
Kärnten war über viele Jahre jenes Bundesland mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung in Österreich. Aktuell liegt Kärnten mit 8.201 Euro pro Kopf auf dem zweiten Platz hinter der Steiermark, die mit 8.611 Euro nun die höchste Schuldenlast je Einwohner aufweist.
Berechnungsgrundlage nach europäischem Standard
Das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen ist ein einheitlicher statistischer Rahmen, der innerhalb der Europäischen Union für die Erstellung volkswirtschaftlicher Kennzahlen verwendet wird. Es dient dazu, wirtschaftliche Größen wie Verschuldung, Wirtschaftsleistung oder öffentliche Haushalte zwischen verschiedenen Staaten und Regionen vergleichbar zu machen. Für die Verschuldung von Gebietskörperschaften bedeutet das insbesondere, dass nicht nur der Kernhaushalt einer Gebietskörperschaft berücksichtigt wird, sondern auch ausgegliederte Einheiten, an denen die öffentliche Hand maßgeblich beteiligt ist.
Solche außerbudgetären Einheiten können etwa Gesellschaften oder Fonds sein, die zwar rechtlich eigenständig organisiert sind, wirtschaftlich aber dem jeweiligen Bundesland zugerechnet werden. Durch die Einbeziehung dieser Einheiten ergibt sich ein umfassenderes Bild der tatsächlichen finanziellen Verpflichtungen eines Bundeslandes, als es ein reiner Blick auf den offiziellen Landeshaushalt liefern würde. Der ESVG-Standard wird auch für die Berechnung der gesamtstaatlichen Verschuldung im Rahmen der europäischen Stabilitäts- und Wachstumskriterien verwendet.
Unterschiedliche Ausgangslagen der Bundesländer
Die Pro-Kopf-Verschuldung eines Bundeslandes ergibt sich aus dem Verhältnis der Gesamtverschuldung zur Einwohnerzahl. Dadurch lassen sich Bundesländer unterschiedlicher Größe direkt miteinander vergleichen, unabhängig davon, ob es sich um ein bevölkerungsreiches oder ein kleineres Bundesland handelt. Allgemein gilt, dass die Höhe der Verschuldung eines Bundeslandes von zahlreichen strukturellen Faktoren abhängen kann, etwa von der Wirtschaftskraft, von Investitionen in Infrastruktur, von der Bevölkerungsentwicklung oder von historisch gewachsenen finanziellen Verpflichtungen. Ein einzelner Stichtagswert gibt dabei stets nur eine Momentaufnahme wieder und lässt keine unmittelbaren Rückschlüsse auf einzelne Ursachen zu.
Im Vergleich der neun Bundesländer zeigt sich aktuell eine deutliche Spanne zwischen der höchsten und der niedrigsten Pro-Kopf-Verschuldung. Während die Steiermark, Kärnten und das Burgenland Werte von mehr als 7.700 Euro pro Kopf aufweisen, liegen Oberösterreich und Tirol mit rund 3.300 Euro deutlich darunter. Dazwischen positionieren sich Niederösterreich, Wien, Vorarlberg und Salzburg mit abgestuften Werten.
Die Statistik Austria veröffentlicht solche Daten zur Verschuldung der Bundesländer in regelmäßigen Abständen. Sie dienen unter anderem dazu, die finanzielle Lage der Länder im Zeitverlauf sowie im gegenseitigen Vergleich nachvollziehbar zu machen und bilden eine wes







