Die Steiermark hat im Tourismussommer 2026 einen neuen Rekord erreicht. Von Mai bis August wurden im Bundesland 2.000.500 Ankünfte und 5.976.800 Nächtigungen gezählt, wie aus Zahlen der Landesstatistik Steiermark hervorgeht. Die Ankünfte legten damit um 2,7 Prozent zu, die Nächtigungen um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Sommerbilanz mit Dämpfer im August
Trotz der positiven Gesamtbilanz für den Zeitraum Mai bis August fiel der August 2026 für sich genommen schwächer aus als im Jahr zuvor. Es wurden 606.000 Ankünfte gezählt, ein Rückgang von 1,4 Prozent. Die Nächtigungszahlen im August gingen um 1,1 Prozent zurück. Die MotoGP in Spielberg, die für gewöhnlich Besucher in die Steiermark zieht, fand 2026 im September statt und somit außerhalb des ausgewerteten Zeitraums.
Besonders deutlich fiel das Wachstum bei den internationalen Gästen aus. Die Zahl der ausländischen Ankünfte stieg um 5,9 Prozent, die internationalen Nächtigungen legten um 4,1 Prozent zu. Mehrere mittel- und osteuropäische Herkunftsländer verzeichneten dabei zweistellige Zuwachsraten. Tschechien kam auf mehr als 308.000 Nächtigungen, ein Plus von 25,1 Prozent. Ungarn erreichte 165.300 Nächtigungen und damit ein Plus von 13,6 Prozent. Polen war mit 125.600 Gästen vertreten, ein Anstieg um 12,5 Prozent. Die Slowakei verzeichnete 61.900 Gäste, ein Plus von 26,4 Prozent, und aus Italien kamen 62.400 Gäste, was einem Zuwachs von 19 Prozent entspricht.
Deutschland bleibt mit 1,329 Millionen Nächtigungen weiterhin der wichtigste Auslandsmarkt für den steirischen Tourismus. Die Zahl der deutschen Gästenächte lag dabei nahezu auf dem Niveau des Sommers 2024.
Unterschiedliche Entwicklung in den Regionen
Auch auf regionaler Ebene zeigte sich ein Wachstum, wenngleich in unterschiedlichem Ausmaß. In der Region Schladming-Dachstein wurden mehr als 85.300 Nächtigungen gezählt, ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Region Erzberg-Leoben verzeichnete mehr als 19.350 Nächtigungen und damit ein Plus von 14,7 Prozent. Im Ausseerland-Salzkammergut wurden knapp 18.450 Nächtigungen registriert, ein Anstieg von 3,8 Prozent. Die Region Graz kam auf rund 15.660 Nächtigungen, was einem Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Sommer 2024 entspricht.
Unterschiede zeigten sich auch bei der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer der Gäste. In Murau blieben Touristen im Schnitt 4,1 Nächte, in Schladming-Dachstein waren es vier Nächte. Im Ausseerland-Salzkammergut betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 3,5 Nächte.
Bedeutung des Sommertourismus für die Steiermark
Der Tourismus zählt für die Steiermark grundsätzlich zu den wichtigen Wirtschaftszweigen, wobei sich die touristische Nachfrage traditionell auf mehrere Standbeine stützt. Neben dem Wintertourismus in den alpinen Regionen hat sich der Sommertourismus in den vergangenen Jahren zu einer tragenden Säule entwickelt, getragen von Wander- und Bergregionen ebenso wie von kulturellen und städtischen Angeboten etwa in Graz. Die Nähe zu mittel- und osteuropäischen Nachbarländern spielt dabei allgemein eine wichtige Rolle, da diese Märkte für österreichische Bundesländer mit vergleichsweise kurzen Anreisewegen verbunden sind.
Bei der Auswertung touristischer Kennzahlen wird üblicherweise zwischen Ankünften und Nächtigungen unterschieden. Die Zahl der Ankünfte gibt an, wie viele Gäste in einem Zeitraum eine Unterkunft erstmals bezogen haben, während die Nächtigungszahl die Gesamtzahl der übernachteten Nächte abbildet. Steigen die Nächtigungen stärker als die Ankünfte, deutet dies in der Regel auf eine längere durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste hin. Bleiben die Nächtigungen hinter dem Wachstum der Ankünfte zurück, kann dies umgekehrt auf kürzere Aufenthalte hindeuten. Solche Kennzahlen werden von Landesstatistikämtern und Tourismusorganisationen regelmäßig erhoben, um saisonale Entwicklungen und die Wirkung einzelner Herkunftsmärkte einordnen zu können.
Für die touristische Positionierung eines Bundeslandes spielt z
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