Zahlen zum Glasfaserausbau in Vorarlberg sorgen für unterschiedliche Einschätzungen
Medienminister Andreas Babler (SPÖ) hat darauf hingewiesen, dass in Vorarlberg in den vergangenen fünf Jahren nur 130 Glasfaser-Anschlüsse fertiggestellt wurden. Wirtschaftslandesrat Marco Tittler (ÖVP) widerspricht dieser Darstellung.
Die genannte Zahl von 130 Anschlüssen bezieht sich ausschließlich auf jene Projekte, die vom Bund gefördert und vollständig abgeschlossen wurden. Als fertiggestellt gilt ein Anschluss erst, wenn die Installation abgeschlossen, die Kosten vollständig abgerechnet und von der zuständigen Förderstelle geprüft wurden.
Tittler widerspricht der Darstellung
Marco Tittler erklärte gegenüber dem ORF Vorarlberg, die genannte Zahl entspreche keineswegs dem aktuellen Ausbaustand. Aus seinem Büro wurde mitgeteilt, dass allein beim Förderprogramm für den Bregenzerwald derzeit mehr als 800 weitere Haushalte hinzukommen.
In Vorarlberg werden vor Wohnanlagen häufig gleich drei Kabel verlegt, damit Kundinnen und Kunden ihren Netzbetreiber ohne zusätzlichen Aufwand wählen können.
Über 20 Prozent mit Glasfaseranschluss bis ins Haus
Nach Angaben der Statistik Austria verfügen mehr als 20 Prozent der Haushalte und Unternehmen in Vorarlberg über einen Glasfaseranschluss bis ins Haus.
Ab Juli 2026 soll der Breitbandatlas der Regierung eine detailliertere Übersicht bieten. Dort sollen bereits umgesetzte sowie geplante Ausbauprojekte auf Ebene von 100 mal 100 Meter großen Rasterzellen dargestellt werden.








