Der Elektronikkonzern TE Connectivity investiert 15 Millionen Euro in eine neue Produktionsanlage am Standort Dimling, einer Ortschaft von Waidhofen an der Thaya. Die Investition wurde am Freitag präsentiert. Mit der neuen Anlage soll der Standort als globales Kompetenzzentrum für die Produktion von Relais gestärkt werden.
Neue Anlage für bis zu 40 Millionen Relais pro Jahr
TE Connectivity stellt am Standort elektronische Bauteile für die Automobil- und Industriebranche her. Mit der neuen Produktionsanlage sollen künftig bis zu 40 Millionen Relais jährlich gefertigt werden können. Relais sind elektrisch betriebene Schalter, die in zahlreichen elektronischen Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Anlage wurde vollständig im Betrieb selbst entwickelt und aufgebaut und ermöglicht es, mehrere unterschiedliche Produkte an derselben Anlage zu produzieren. Derzeit läuft der Probebetrieb.
Am Standort in Dimling sind knapp 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In der jüngeren Vergangenheit hatte die Belegschaft auf 15 Prozent der Arbeitszeit und des Gehalts verzichtet. Vor diesem Hintergrund fällt die Investition in die neue Anlage zeitlich zusammen.
Mit 1. Oktober hat Katharina Stangl die Leitung des Werks übernommen. Sie ist die erste Frau in der Geschichte des Unternehmens, die diese Position innehat. Sie folgt auf Christian Zotter, der zuvor Werksleiter war.
Bedeutung für die Gemeinde Waidhofen an der Thaya
TE Connectivity ist mit deutlichem Abstand der größte Kommunalsteuerzahler in der Gemeinde Waidhofen an der Thaya. Bürgermeister Josef Ramharter von der ÖVP äußerte sich im Zusammenhang mit der Investition. TE Connectivity ist ein irisches Unternehmen, das an mehreren Standorten weltweit elektronische Bauteile produziert.
Relais als Grundbaustein elektronischer Steuerungen
Relais gehören zu den grundlegenden Bauelementen in elektrischen und elektronischen Systemen. Sie schalten Stromkreise, indem ein elektrisches Signal einen mechanischen oder elektronischen Schaltvorgang auslöst. Eingesetzt werden sie unter anderem in Fahrzeugen, Haushaltsgeräten und industriellen Anlagen, wo sie Steuerströme von Lastströmen trennen und so eine sichere Schaltung ermöglichen.
Grundsätzlich hängt die Nachfrage nach solchen Bauteilen eng mit der Entwicklung der Automobil- und Industrieelektronik zusammen. Je stärker Fahrzeuge und Maschinen mit elektronischen Steuerungen ausgestattet werden, desto größer ist in der Regel auch der Bedarf an Schaltkomponenten wie Relais. Produktionsstandorte, die sich auf solche Bauteile spezialisieren, bauen daher häufig automatisierte und flexible Fertigungslinien auf, um unterschiedliche Varianten eines Produkts mit derselben Anlage herstellen zu können. Dies erlaubt es, auf wechselnde Anforderungen der Abnehmerbranchen zu reagieren, ohne für jedes Produkt eine eigene Fertigungsstraße errichten zu müssen.
Investitionsentscheidungen für neue Produktionsanlagen an bestehenden Standorten hängen bei international tätigen Unternehmen üblicherweise von mehreren Faktoren ab, etwa der vorhandenen Fachkompetenz der Belegschaft, der bisherigen Produktionsleistung des Standorts sowie der strategischen Ausrichtung innerhalb des Konzerns. Für Gemeinden, in denen ein solcher Betrieb ansässig ist, haben Standortentscheidungen dieser Art regelmäßig eine wirtschaftliche Bedeutung, insbesondere wenn das Unternehmen zu den größeren Arbeitgebern und Steuerzahlern vor Ort zählt.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







