Tiroler Wirtschaftskammer für kürzere Sommerferien – Thaler verteidigt sich gegen Rechnungshof-Kritik

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Tiroler Wirtschaftskammerpräsidentin Barbara Thaler hat sich am Donnerstag für eine Verkürzung der Sommerferien ausgesprochen. Im Studiogespräch bei „Tirol heute“ schloss sich Thaler damit einem Vorschlag der Österreichischen Wirtschaftskammerpräsidentin Martha Schultz an, die selbst aus Tirol stammt.

Im selben Gespräch äußerte sich Thaler auch zu einem Bericht des Rechnungshofes, der der Tiroler Wirtschaftskammer aufgeblähte Strukturen und zu hohe Kosten bescheinigt hatte.

Kürzere Ferien als organisatorische Entlastung

Thaler begründete ihre Position mit Rückmeldungen aus der Wirtschaft. Viele Mitarbeiterinnen, Betriebe und Unternehmer hätten ihr berichtet, dass neun Wochen Ferienbetreuung eine große organisatorische Herausforderung darstellten. Damit unterstützte sie den Vorstoß von Martha Schultz, eine Diskussion über kürzere Sommerferien zu führen.

Kritik des Rechnungshofes und angekündigte Reformen

Neben der Ferienfrage stand im Studiogespräch auch die Kritik des Rechnungshofes an der Tiroler Wirtschaftskammer im Mittelpunkt. Der Rechnungshof hatte moniert, dass die Personalaufwände der Kammer zwischen 2019 und 2024 um 41 Prozent gestiegen seien. Dieser Anstieg fiel damit deutlich höher aus als in anderen Bundesländern. Thaler führte die Zunahme auf zusätzliche Aufwendungen beim Wirtschaftsförderungsinstitut WIFI zurück.

Thaler verwies zudem auf ein bereits beschlossenes Sparpaket. Die sogenannte Kammerumlage 2, kurz KU2, sei bereits gesenkt worden. Die Reform soll nach ihren Angaben im November abgeschlossen sein.

Die Präsidentin äußerte sich auch zu geplanten Erhöhungen bei Aufwandsentschädigungen, die zwischenzeitlich zurückgenommen wurden. Sie bezeichnete diese Erhöhungen als „falsche Entscheidung und falscher Zeitpunkt“. Entschädigungen seien kein Gehalt, betonte Thaler.

Personaldebatten seit Amtsantritt

Barbara Thaler ist seit zweieinhalb Jahren Präsidentin der Tiroler Wirtschaftskammer. Ihre Amtszeit war von heftigen Personaldebatten geprägt. Eine Umfrage unter den Kammermitgliedern hatte zuvor wenig Positives ergeben.

Im Zuge einer Affäre rund um geplante Gehaltserhöhungen des damaligen Österreichischen Kammerpräsidenten Harald Mahrer und weiterer Funktionäre geriet auch Thaler in die Kritik. Sie nahm daraufhin die Erhöhung ihrer eigenen Entschädigung zurück und forderte als eine der ersten Funktionärinnen öffentlich Mahrers Rücktritt. Mahrer trat schließlich zurück. Seine Nachfolgerin wurde Martha Schultz, die anschließend Reformen innerhalb der Bundeswirtschaftskammer ankündigte. Auch Thaler kündigte parallel dazu Reformen für die Tiroler Wirtschaftskammer an.

Aufgaben und Finanzierung der Wirtschaftskammern

Die Wirtschaftskammern in Österreich sind gesetzliche Interessenvertretungen der Unternehmen und in Landes- sowie Bundesorganisationen gegliedert. Sie finanzieren sich unter anderem über Kammerumlagen, die von den Mitgliedsbetrieben entrichtet werden. Zu den Aufgaben zählen klassischerweise die Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltung sowie Beratungs- und Bildungsangebote, etwa über die Wirtschaftsförderungsinstitute der einzelnen Bundesländer.

Der Rechnungshof prüft als unabhängige Kontrollinstanz regelmäßig die Gebarung öffentlicher und gesetzlich eingerichteter Körperschaften, wozu auch die Wirtschaftskammern zählen. Solche Prüfberichte vergleichen üblicherweise die Entwicklung von Kosten- und Personalstrukturen zwischen einzelnen Bundesländern und dienen als Grundlage für Empfehlungen zu Einsparungen oder Strukturreformen.

Debatten über die Dauer der Sommerferien werden in Österreich immer wieder von unterschiedlichen Interessengruppen angestoßen. Im Zentrum steht dabei regelmäßig das Spannungsfeld zwischen schulpädagogischen Erwägungen und der Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Kinderbetreuung während der ferienbedingt längeren Betreuungszeiten.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.