Anhaltende Trockenheit sorgt für Futterknappheit bei oberösterreichischen Landwirten
Die anhaltende Trockenheit stellt Landwirtinnen und Landwirte in Oberösterreich derzeit vor große Herausforderungen. Auf zahlreichen Wiesen wächst deutlich weniger Gras nach, wodurch die Futtervorräte für Nutztiere knapper werden.
Milchbauer Manfred Elsenhans aus Scharten im Bezirk Eferding muss bereits jetzt auf seine Wintervorräte zurückgreifen. „Normalerweise füttern wir sie grün, also mit frischem Futter, aber da ist aktuell überhaupt nichts da“, schildert er die Situation.
Pflanzenkohle als Maßnahme gegen Trockenheit
Elsenhans stellt selbst Pflanzenkohle her, die Wasser und Nährstoffe länger im Boden halten soll. „Das ist wie ein Schwamm. Wenn die Kohle im Boden ist, dann binden sich dort die Nährstoffe und auch das Wasser“, erklärt er. Dennoch bleibt die Landwirtschaft weiterhin auf ausreichend Niederschlag angewiesen.
Straußenfarm setzt auf Luzerne
Auch auf der Straußenfarm von Michael Eschlböck-Bauer in Wels macht sich die Trockenheit bemerkbar: Das natürliche Grünfutter auf den Flächen wächst nicht in ausreichender Menge nach. Der Betrieb setzt daher verstärkt auf Luzerne, die aufgrund ihrer langen Wurzeln als besonders trockenheitsverträglich gilt und zunehmend Bestandteil von Futtermischungen ist.
Die Nachfrage nach Luzerne-Pellets ist wetterbedingt stark gestiegen, weshalb sie auf der Straußenfarm derzeit vermehrt zum Einsatz kommen. Lediglich die Jungtiere werden weiterhin mit bewässertem Grün versorgt, da ihre Schnäbel für die Pellets noch zu klein sind.








