Trockenheit lässt Äpfel und Birnen in Oberösterreich schrumpfen – Ernteausfälle bis zu 70 Prozent

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

Dieses Thema Freunden empfehlen

Die anhaltende Trockenheit hat den Obstbau in Oberösterreich in diesem Jahr deutlich beeinträchtigt. Äpfel und Birnen bleiben vielerorts kleiner als in durchschnittlichen Erntejahren, manche Früchte erreichen nicht die für den Handel erforderliche Größe. Betroffen sind Obstbaubetriebe in mehreren Regionen des Bundeslandes.

Ernteeinbußen am Kronberghof in Scharten

Conny und Georg Roithmaier betreiben Obstbau am Kronberghof in Scharten im Bezirk Eferding. Georg Roithmaier gibt an, dass die Einbußen je nach Sorte bis zu 50 Prozent bei Äpfeln und Birnen betragen. Landesweit wird in Oberösterreich je nach Region mit 30 bis 70 Prozent weniger Ertrag gerechnet.

Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, weist darauf hin, dass im Handel bestimmte Standards und Größen eingehalten werden müssen. Zu kleine Äpfel lassen sich demnach nur schwer an den Großhandel verkaufen. Waldenberger erklärt zudem, dass sich Obstbau kaum versichern lässt, da die Prämien für viele Bauern zu hoch sind.

Trotz der geringeren Mengen fällt die Qualität der Früchte in diesem Jahr besonders hoch aus. Andreas Hoffelner, Obmann für Obst und Gemüse der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, erklärt, dass der Zuckergehalt durch die vielen Sonnenstunden sehr hoch ist. Auch das Aroma habe sich seinen Angaben nach toll ausgebildet. Zudem gebe es wenig Probleme mit Pilzkrankheiten oder Schimmel, weil die Früchte nie nass wurden. Hoffelner bezeichnet das Erntejahr 2026 insgesamt als qualitativ außergewöhnlich.

Am Kronberghof versucht man, den Kunden Alternativen anzubieten. Conny Roithmaier setzt dabei unter anderem auf einen zehn Jahre alten Feigenbaum. Die Obstbauern der Region bemühen sich generell, angesichts der geringeren Mengen bei Äpfeln und Birnen alternative Produkte in den Vordergrund zu stellen.

Handelsstandards als Herausforderung für Obstbaubetriebe

Im Lebensmittelhandel gelten grundsätzlich einheitliche Vorgaben für Größe, Form und Qualität von Obst, an denen sich Erzeuger orientieren müssen, wenn sie ihre Ware über den Großhandel oder Supermärkte absetzen wollen. Fällt die Größe einer Frucht unter die geforderten Klassen, lässt sie sich meist nur schwer im regulären Handel platzieren. Obstbaubetriebe weichen in solchen Fällen häufig auf Direktvermarktung, Verarbeitung zu Saft oder Most oder auf andere Vertriebswege aus, um die Ernte trotzdem verwerten zu können.

Trockenperioden wirken sich auf Kern- und Steinobst grundsätzlich in zweierlei Hinsicht aus: Zum einen wachsen die Früchte bei anhaltendem Wassermangel langsamer und bleiben kleiner, zum anderen begünstigt trockene, sonnige Witterung die Einlagerung von Zucker und die Ausbildung von Aromastoffen. Gleichzeitig sinkt bei trockenen Bedingungen häufig der Befall mit Pilzerkrankungen, da viele dieser Krankheitserreger feuchte Bedingungen benötigen, um sich auf Blättern und Früchten auszubreiten.

Die Absicherung gegen Wetterrisiken stellt für landwirtschaftliche Betriebe allgemein eine wirtschaftliche Herausforderung dar. Versicherungen gegen Ernteausfälle durch Trockenheit, Hagel oder Frost sind am Markt zwar verfügbar, die Prämien orientieren sich jedoch am tatsächlichen Risiko der jeweiligen Kulturart und Region. Bei Dauerkulturen wie Obstbäumen, die über viele Jahre bewirtschaftet werden und in trockenheitsgefährdeten Lagen stehen, können die Kosten für einen ausreichenden Versicherungsschutz für einzelne Betriebe kaum mehr wirtschaftlich tragbar sein.

Als Anpassungsstrategie setzen manche Betriebe im Obstbau zunehmend auf robustere oder trockenheitstolerantere Kulturen als Ergänzung zum klassischen Kern- und Steinobst. Pflanzen wie Feigen gelten allgemein als genügsamer im Wasserbedarf und können in wärmeren, trockenen Lagen eine zusätzliche Einnahmequelle darstellen, ohne die etablierten Apfel- und Birnensorten vollständig zu ersetzen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.