Vorarlberg startet Offensive gegen fehlende Berufsabschlüsse bei Arbeitslosen
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Vorarlberg startet Aktionsplan für mehr Berufsabschlüsse

AMS Vorarlberg, das Land Vorarlberg und die Arbeiterkammer Vorarlberg haben am Donnerstag einen Aktionsplan für mehr Berufsabschlüsse angekündigt. Landesrat Marco Tittler (ÖVP), AK-Präsident Bernhard Heinzle und AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter stellten die Initiative gemeinsam vor.

Hintergrund sind aktuelle Zahlen vom Vorarlberger Arbeitsmarkt: Ende Juni waren rund 10.600 Personen in Vorarlberg arbeitslos gemeldet. Rund 47 Prozent von ihnen verfügen über keine abgeschlossene Ausbildung. Gleichzeitig gibt es im Land über 3.000 offene Stellen, von denen rund 71 Prozent eine Lehrausbildung oder höhere Qualifikation voraussetzen.

Neue Hotline und Beratungsangebote

Das AMS hat eine neue Hotline für Fachkräfteausbildung eingerichtet. Unter der Nummer 050 904 844 können sich sowohl Unternehmen als auch arbeitsuchende Personen informieren. Zudem spricht das AMS alle arbeitslosen Personen mit maximal Pflichtschulabschluss gezielt auf Möglichkeiten der Weiterqualifizierung durch eine Lehrausbildung an. Für Beschäftigte und Betriebe wird eine Impulsberatung zum Thema Ausbildung angeboten.

Die Arbeiterkammer stellt ergänzend eine kostenlose Bildungsberatung bereit. Land, AMS, Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer Vorarlberg bieten gemeinsam einen Bildungszuschuss an. Für Beschäftigte besteht zudem die Möglichkeit einer Weiterbildungszeit, die den Erwerb eines Berufsabschlusses ermöglicht.

Einschätzungen der Beteiligten

Landesrat Tittler verwies darauf, dass Vorarlberg im regionalen Vergleich einen besonders hohen Anteil gering qualifizierter Personen aufweise. AK-Präsident Heinzle betonte, dass Menschen ohne Berufsabschluss stärker von Einkommenseinbußen, eingeschränkter Jobsicherheit und Armutsrisiko betroffen seien.