Vorarlberg sucht 500 Lkw-Fahrer – und die Lage könnte sich noch verschärfen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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In Vorarlberg fehlen derzeit rund 500 Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer. Das sagt Michael Zimmermann, Fachgruppenobmann in der Wirtschaftskammer für Transport und Verkehr. Auch österreichweit gebe es tausende offene Stellen in diesem Bereich. Zimmermann geht davon aus, dass sich die Lage durch anstehende Pensionierungen und Jobwechsel in den kommenden Jahren weiter zuspitzen wird.

Anhaltender Mangel an Berufskraftfahrern in Vorarlberg

Laut Zimmermann betrifft der Fachkräftemangel nicht nur einzelne Speditionen, sondern die gesamte Vorarlberger Wirtschaft. Fehlende Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer wirken sich demnach breit auf Transport- und Lieferketten aus. Der Bedarf ist dabei nicht neu: Bereits in einem Bericht vom Oktober 2021 war von rund 500 fehlenden Lkw-Fahrern in Vorarlberg die Rede. Die Zahl hat sich seither offenbar kaum verändert.

Zimmermann unterscheidet zwischen zwei Einsatzbereichen im Beruf. Im Fernverkehr sind Berufskraftfahrerinnen und -fahrer mehrere Tage am Stück unterwegs, etwa auf Routen bis nach Spanien oder Süditalien. Im regionalen Verkehr in Vorarlberg hingegen sind die Fahrerinnen und Fahrer am Abend wieder zuhause. Diese Unterscheidung spielt aus seiner Sicht auch bei der Frage eine Rolle, wie attraktiv der Beruf für unterschiedliche Zielgruppen ist.

Als möglichen Ansatz zur Deckung des Bedarfs nennt Zimmermann Arbeitskräfte von außerhalb der EU. Seiner Einschätzung nach gebe es dort genügend Menschen, die an einer Tätigkeit als Lkw-Fahrer interessiert seien. Er verweist zugleich darauf, dass andere EU-Staaten wie Slowenien oder Ungarn deutlich weniger Probleme hätten, entsprechende Stellen zu besetzen.

Geringes Interesse junger Menschen an der Fahrerlehre

Für den Einstieg in den Beruf existiert eine reguläre Lehrausbildung zum Berufskraftfahrer. Laut Zimmermann wird dieses Ausbildungsangebot von jungen Menschen derzeit jedoch nur sehr zurückhaltend angenommen. Er sieht darin ein zentrales Element des Fachkräftemangels, da der nachwachsende Bedarf über die Lehre kaum gedeckt werde.

Zimmermann führt dies auch auf einen Attraktivitätsverlust des Berufsbildes zurück, besonders bei der jüngeren Generation. Früher sei es für 18- oder 20-Jährige noch aufregend gewesen, mit dem Lkw durch Europa zu fahren und dabei verschiedene Länder kennenzulernen. Durch das Aufkommen günstiger Reisemöglichkeiten habe sich dieses Bild seiner Einschätzung nach verändert. Das Reisen als Motivation für den Beruf falle dadurch zunehmend weg.

Rahmenbedingungen im Berufskraftfahrer-Gewerbe

Der Beruf des Berufskraftfahrers ist in Österreich reglementiert und setzt neben dem Führerschein der entsprechenden Klasse auch eine spezielle Grundqualifikation sowie regelmäßige Weiterbildungen voraus. Grundsätzlich gliedert sich die Branche in unterschiedliche Einsatzbereiche, die sich in Arbeitszeiten, Streckenlängen und Abwesenheiten deutlich unterscheiden. Während im Fernverkehr oft mehrtägige Touren durch mehrere europäische Länder anfallen, sind Fahrten im Regional- und Nahverkehr meist auf einen Tag beschränkt.

Der europäische Arbeitsmarkt für Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer ist zudem international vernetzt. Innerhalb der EU gilt Freizügigkeit für Arbeitskräfte, wodurch Fahrpersonal grundsätzlich in verschiedenen Mitgliedstaaten tätig werden kann. Löhne, Arbeitsbedingungen und die Verfügbarkeit von Ausbildungsplätzen unterscheiden sich dabei jedoch von Land zu Land, was sich auf die Bereitschaft auswirken kann, den Beruf zu ergreifen oder in einem bestimmten Staat zu arbeiten.

Die Rekrutierung von Arbeitskräften aus Staaten außerhalb der EU unterliegt in Österreich eigenen rechtlichen Voraussetzungen, etwa im Bereich der Aufenthalts- und Beschäftigungsbewilligungen. Solche Verfahren gelten allgemein als vergleichsweise aufwendig, da neben arbeitsmarktrechtlichen auch aufenthaltsrechtliche Vorgaben zu erfüllen sind. In Branchen mit ausgeprägtem Fachkräftemangel wird eine Beschäftigung von Personen aus Drittstaaten dennoch häufig als möglicher Ausweg diskutiert, wenn der einheimische Arbeitsm

Hinweis zur Faktenprüfung

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