Wasserkraftwerk Sulzau im Pinzgau offiziell eröffnet – Strom für 5.000 Haushalte

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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In Neukirchen am Großvenediger im Pinzgau ist am Freitag das Wasserkraftwerk Sulzau offiziell eröffnet worden. Betrieben wird die Anlage von der Salzburg AG und der Lichtgenossenschaft Neukirchen. Das Kraftwerk nutzt das Wasser des Obersulzbachs und erzeugt künftig rund 18,1 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 5.000 Haushalten.

Investition von 23,5 Millionen Euro im Oberpinzgau

Für das Kraftwerk Sulzau haben die Projektpartner insgesamt rund 23,5 Millionen Euro investiert. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 6 Megawatt und speist den erzeugten Strom in das Netz der Region ein. Betreiber sind gemeinsam die Salzburg AG und die Lichtgenossenschaft Neukirchen, die das Projekt im Oberpinzgau umgesetzt haben.

Technisch ist das Kraftwerk auf unterschiedliche Wasserverhältnisse des Obersulzbachs ausgelegt. Bei höheren Wassermengen kommt eine Francis-Turbine zum Einsatz, bei geringerer oder stark schwankender Wasserführung eine Pelton-Turbine. Durch diese Kombination kann die Anlage auch bei wechselnden Zuflussmengen des Gewässers Strom erzeugen.

Weitere Kraftwerksprojekte an der Salzach

Das Kraftwerk Sulzau reiht sich in eine Reihe von Wasserkraftvorhaben in der Region ein. Im Vorjahr ging bereits das Salzach-Kraftwerk Stegenwald ans Netz. Für ein weiteres Vorhaben, das Kraftwerk Golling, wurde 2026 die Umweltverträglichkeitserklärung eingereicht. Golling liegt wenige Kilometer flussabwärts von Stegenwald an der Salzach.

Zwei Turbinentypen für schwankende Wasserführung

Grundsätzlich richtet sich die Wahl der Turbinenbauart bei Wasserkraftwerken nach der Menge und den Schwankungen des zufließenden Wassers. Francis-Turbinen kommen üblicherweise dort zum Einsatz, wo größere und relativ gleichmäßige Wassermengen zur Verfügung stehen. Pelton-Turbinen werden dagegen häufig verwendet, wenn die Wasserführung stärker schwankt oder geringere Mengen anfallen, etwa bei kleineren Gebirgsbächen. Durch die Kombination beider Turbinentypen lassen sich Anlagen flexibler an wechselnde hydrologische Bedingungen anpassen, wie sie in alpinen Einzugsgebieten typisch sind.

Wasserkraftprojekte wie jenes am Obersulzbach werden in der Regel gemeinsam von regionalen Energieversorgern und lokalen Genossenschaften getragen. Solche Kooperationen ermöglichen es, größere Investitionssummen aufzubringen und zugleich lokale Interessen in die Planung einzubinden. Die Errichtung von Laufkraftwerken an Gebirgsbächen und Flüssen zählt in Salzburg zu den etablierten Formen der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen und ergänzt die Energieversorgung in Regionen mit entsprechendem topografischem Gefälle.