Wien Energie investiert 100 Millionen Euro in Ausbau der Fernkälte bis 2030

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Wien Energie baut Fernkälteversorgung in Wien weiter aus

Vor 20 Jahren wurde der erste Liefervertrag für Fernkälte von Wien Energie abgeschlossen. Ein Jahr später ging in Erdberg die erste Fernkältezentrale in Betrieb. Heute werden mehr als 300 Gebäude in Wien mit Fernkälte versorgt.

Funktionsweise und Netzstruktur

Fernkälte wird in Form von kaltem Wasser produziert und über ein unterirdisches Leitungsnetz zu den Gebäuden transportiert. In Wien gibt es derzeit 25 Fernkältezentralen, davon acht mit Netzanschluss und 17 lokale Anlagen ohne Netzanschluss. Zu den versorgten Einrichtungen zählen das AKH, das Wiener Rathaus und die Universität Wien.

Für die Kälteerzeugung nutzt Wien Energie unter anderem Ökostrom sowie Abwärme aus der Müllverbrennung. Zusätzlich werden Ressourcen wie Abwärme und der Donaukanal eingesetzt.

Ringschluss für die Innenstadt

Im Jahr 2024 wurde ein 4,7 Kilometer langer Ringschluss fertiggestellt. Dieser ermöglicht eine flächendeckende Versorgung der Innenstadt mit Fernkälte.

Steigender Bedarf und geplante Investitionen

Hitzetage und Hitzewellen lassen den Bedarf an Fernkälte um bis zu 60 Prozent steigen. Laut Eurostat hat sich der Energieverbrauch zum Kühlen von 2018 bis 2024 europaweit verdoppelt.

Wien Energie plant bis 2030 Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro. Damit soll die Kälteleistung von derzeit 250 Megawatt auf 370 Megawatt erhöht werden.