Öffentlicher Verkehr im Wiener Süden wird ausgebaut
Täglich pendeln rund 600.000 Menschen nach Wien, die meisten von ihnen aus dem Süden der Stadt. Nur ein knappes Viertel dieser Pendlerinnen und Pendler nutzt dafür öffentliche Verkehrsmittel. ÖBB, Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und Wiener Linien investieren nun in den Ausbau der Verbindungen in diesem Bereich.
Allein über den Korridor Mödling nach Wien sind täglich rund 44.000 Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Die zugrunde liegenden Pendlerzahlen stammen aus der Kordonerhebung Wien, die zuletzt 2022 erstellt wurde.
Ausbau der Südstrecke geplant
Im Jahr 2024 lag die Pünktlichkeit der Züge auf der Südstrecke zwischen 77 und 92 Prozent. Franz Hammerschmid, der bei den ÖBB die strategische Planung leitet, verweist auf den geplanten viergleisigen Ausbau der Strecke nach Mödling. Zudem wird derzeit an der S-Bahn-Stammstrecke gearbeitet, die innerhalb Wiens die Verlängerung der Südachse darstellt.
Auch die Wiener Linien bauen ihr Netz im Süden der Stadt aus: Die U2 erhält eine Verlängerung Richtung Wienerberg. Wie Johannes Kehrer, strategischer Netzplaner der Wiener Linien, mitteilt, wurde die zweite Tunnelröhre für diese Südverlängerung bereits fertig gegraben.
Erfahrungen von der Weststrecke
Als Vergleich dient die neue Weststrecke, die 2012 eröffnet wurde. Mathias Cremer, der beim VOR den Bereich Verkehr leitet, verweist zudem auf ein rechnergesteuertes Leitsystem, bei dem Busse live Informationen zu Zuganschlüssen erhalten, um Wartezeiten zu reduzieren.








