Wienerberger-CEO Heimo Scheuch tritt nach 17 Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurück

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Wienerberger-CEO Heimo Scheuch ist mit sofortiger Wirkung von seiner Funktion an der Konzernspitze zurückgetreten. Der Manager hatte das Unternehmen mehr als 17 Jahre geführt. Wie der Baustoffkonzern mitteilte, erfolgt der Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen. Scheuch habe den Aufsichtsrat um die vorzeitige Beendigung seines Mandats gebeten.

Wechsel an der Konzernspitze

Die Agenden des CEO übernimmt vorerst Vize-CEO Gerhard Hanke interimistisch. Wienerberger leitet zugleich eine strukturierte Suche nach einem langfristigen Nachfolger für die Position ein. Die Konzernergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 sollen dennoch wie geplant am Mittwoch präsentiert werden.

Der bevorstehende Zahlenausweis fällt in eine Phase, in der Wienerberger zuletzt schwächere Geschäftszahlen verzeichnete. Im ersten Quartal 2026 verbuchte der Konzern einen Verlust nach Steuern von 30 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von fünf Millionen Euro erzielt. Der Umsatz sank im ersten Quartal 2026 um sieben Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Der weltweite Personalstand verringerte sich im selben Zeitraum von 20.348 auf 20.220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Konzernführung hatte im Mai dennoch das Ergebnisziel für das laufende Geschäftsjahr 2026 bekräftigt.

Im gesamten Geschäftsjahr 2025 hatte sich das Ergebnis nach Steuern noch verdoppelt und lag bei 166 Millionen Euro. Der Umsatz legte 2025 leicht um ein Prozent auf 4,57 Milliarden Euro zu. Im Jahr davor, 2024, war der Periodenüberschuss auf 80 Millionen Euro eingebrochen.

Führungswechsel in börsennotierten Unternehmen

Grundsätzlich sehen Statuten börsennotierter Unternehmen vor, dass der Aufsichtsrat über die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern entscheidet. Scheidet ein Vorstandsvorsitzender vorzeitig aus, übernehmen üblicherweise andere Vorstandsmitglieder die Geschäftsführung interimistisch, bis eine langfristige Nachbesetzung gefunden ist. Eine strukturierte Nachfolgesuche kann je nach Unternehmen und Branche unterschiedlich lange dauern und wird häufig sowohl mit internen als auch externen Kandidaten geführt.

Bei gesundheitlich bedingten Rücktritten von Führungskräften ist es in der Wirtschaftspraxis üblich, dass Unternehmen aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine detaillierten Angaben zu den konkreten Umständen veröffentlichen. Die Kommunikation beschränkt sich in solchen Fällen in der Regel auf die Tatsache des Rücktritts sowie auf organisatorische Folgeschritte wie die Regelung der Nachfolge.

Die zeitliche Nähe des Führungswechsels zur bevorstehenden Veröffentlichung der Halbjahreszahlen ist im vorliegenden Fall ausdrücklich nicht als Zusammenhang bestätigt. Der Konzern hat lediglich mitgeteilt, dass die Zahlenpräsentation planmäßig am Mittwoch stattfinden soll, unabhängig vom Führungswechsel an der Spitze.