Wietersdorfer Gruppe: Umsatzrückgang durch US-Zölle, Werksschließungen in Deutschland und Polen
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Wietersdorfer Gruppe: Umsatz leicht rückläufig, Investitionen und Werksschließungen prägen das Geschäftsjahr

Der weltweit tätige Industriekonzern Wietersdorfer Gruppe hat seine Jahresbilanz vorgelegt. Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahreswert von 1,1 Milliarden Euro um 1,3 Prozent zurück.

US-Zölle belasten das Ergebnis

Geschäftsführer Hannes Gailer bezifferte die Belastungen durch US-Zölle auf acht bis zehn Millionen US-Dollar. Für die Rohrproduktion in den USA werden Harze und Glasfaser importiert, was das Unternehmen direkt von den Zollmaßnahmen betrifft.

Übernahme in Italien, Schließungen in Deutschland und Polen

Im Berichtszeitraum übernahm die Wietersdorfer Gruppe ein Zementwerk in Fanna nahe Udine. Die Übernahme brachte rund 40 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz und trug zu einem Umsatzplus von 37,9 Prozent in Italien bei. Gleichzeitig wurden zwei Werke in Deutschland und Polen geschlossen, was zu 130 Kündigungen führte. Geschäftsführer Michael Junghans erläuterte, es sei günstiger, ein Rohr aus der Südtürkei nach Hamburg zu transportieren als von einem Werk in Neubrandenburg.

Investitionen in Nachhaltigkeit und neue Standorte

Im Görtschitztal plant das Unternehmen Investitionen von drei Millionen Euro in grünen Zement. Dieser weist einen geringeren Klinkeranteil auf und verursacht dadurch weniger CO2-Ausstoß. Weitere Investitionen sind an Standorten in der Türkei, Slowenien und Afrika geplant.

Das Europageschäft macht nach wie vor etwa drei Viertel des Gesamtumsatzes der Wietersdorfer Gruppe aus.