Zumtobel: Umsatz und Gewinn im Wirtschaftsjahr 2025/26 deutlich gesunken
Der Vorarlberger Leuchtenkonzern Zumtobel hat im Wirtschaftsjahr 2025/26 einen Umsatzrückgang von 5,2 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro verbucht. Der Nettogewinn fiel auf 1 Million Euro – nach 15,5 Millionen Euro im Vorjahr.
Der Vorstand schlägt den Aktionären vor, für das abgelaufene Geschäftsjahr auf eine Dividende zu verzichten.
Höhere Steuern und Sonderkosten belasten das Ergebnis
Die Ertragssteuern stiegen von 0,6 Millionen Euro im Wirtschaftsjahr 2024/25 auf 9,7 Millionen Euro. Zumtobel führt dies auf Wertberichtigungen aktiver latenter Steuern in den USA, Großbritannien und Österreich zurück. Zusätzlich fielen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr Sonderkosten in Höhe von 19,3 Millionen Euro an. Dazu zählten die Schließung des Produktionsstandorts in Highland, New York, die Einstellung der Produktion in Frankreich sowie eine Abschreibung des Firmenwertes der ZGE Components.
Regionale Entwicklung und Segmente
Die DACH-Region blieb mit einem Umsatzanteil von 38,1 Prozent der wichtigste Markt, verzeichnete jedoch ebenfalls einen Rückgang von 3 Prozent. In Süd- und Osteuropa sanken die Erlöse um 5,3 Prozent, in Nord- und Westeuropa um 8,6 Prozent. Einzig die Region Amerika und MEA (Naher Osten und Afrika) verzeichnete ein Umsatzplus von 7,2 Prozent.
Im Lighting-Segment ging der Umsatz um 3,7 Prozent auf 832,3 Millionen Euro zurück, während das EBIT dort um 3,4 Millionen auf 54,7 Millionen Euro stieg. Das Segment Components verzeichnete einen Umsatzrückgang von 11 Prozent auf 266,4 Millionen Euro; das EBIT brach um 8,9 Millionen auf 4,6 Millionen Euro ein.
Personelle Veränderung im Vorstand
Chief Operating Officer Bernard Motzko, seit 2018 im Unternehmen, wird Ende September aus der Zumtobel Group ausscheiden. Seine Aufgaben werden innerhalb der bestehenden Geschäftsbereiche und der Führungsstruktur aufgeteilt. CEO der Zumtobel Group ist Alfred Felder, CFO Thomas Erath, CDTO Marcus Frantz.
Für das laufende Wirtschaftsjahr rechnet der Vorstand mit einem stabilen Umsatz.







