Steirische Wirtschaftsdelegation kehrt von China-Reise zurück
Eine steirische Wirtschaftsdelegation ist nach einer mehrtägigen Reise nach China am Donnerstag in die Steiermark zurückgekehrt. Ziel der Reise war unter anderem, die Exportwirtschaft zu stärken und neue Kooperationen im Tourismus anzustoßen.
Zwischen der Ankunft in Shanghai und der Abreise aus Hongkong wurden zahlreiche neue Kontakte bei Betriebsbesuchen und politischen Gesprächen geknüpft. Aus der Reise verspricht sich neben der Exportwirtschaft auch der steirische Tourismus künftigen Nutzen.
Schwerpunkt Export und Innovation
Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom erklärte, dass in der Steiermark jeder zweite Euro mit Export verdient werde, und betonte die Bedeutung von Exporten für den Wohlstand im Bundesland. Sie verwies darauf, dass eine frühe Positionierung in Innovation sowie eine starke Stellung in Forschung und Entwicklung in China gefragt seien und hob die Qualität der von der Steiermark gelieferten Leistungen oder Produkte hervor.
Im Bereich Autonomes Fahren gibt es in China großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit steirischen Akteuren. Die Firma Pix Moving aus der Provinz Guizhou möchte ein Pilotprojekt für die sogenannte letzte Meile anbieten. Für dieses mögliche Projekt könnten die AVL und die TU Graz als Partner infrage kommen. Dafür müssen in Österreich jedoch noch gesetzliche Voraussetzungen geschaffen werden.
Der Geschäftsführer der steirischen Industriellenvereinigung, Christoph Robinson, forderte in diesem Zusammenhang mehr Tempo bei der Ermöglichung von Tests neuer Technologien in Österreich und in der Steiermark. Er argumentierte, dass viele der neuen Technologien in Österreich entwickelt würden und dort auch getestet werden sollten.
Touristische Kooperationen und Bekanntheit der Steiermark
Die steirische Landesregierung plant gemeinsam mit der chinesischen Provinz Guangdong neue touristische Kooperationen. Insgesamt besteht auf chinesischer Seite großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Steiermark in den Bereichen Autonomes Fahren, Umwelttechnik und Tourismus.
Landeshauptmann Mario Kunasek erklärte, dass Städte wie Wien und Salzburg in China bekannter seien als die Steiermark. Er sieht in einer stärkeren Bekanntmachung der Steiermark in China eine große Chance. Kunasek kündigte an, den Steiermark Tourismus und zuständige Abteilungen mit der Aufnahme von Kontakten zu beauftragen, um Touristinnen und Touristen aus China in die Steiermark zu bringen.
Vor dem Hintergrund der Delegationsreise kündigte die Landesregierung an, in der Steiermark weiter am Bürokratieabbau zu arbeiten.








