Wohin mit alten Sonnenkollektoren? Österreichs Weg beim Recycling von Photovoltaik-Paneelen
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Recycling alter Photovoltaik-Paneele in Österreich im Fokus

Mit dem starken Ausbau der Photovoltaik in Österreich gewinnt die Frage nach dem Recycling alter Paneele an Bedeutung. Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten an Verfahren, um möglichst viele Materialien aus ausgedienten Modulen wiederzuverwerten.

In Österreich waren im Jahr 2010 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 98 Kilowattpeak in Betrieb, bis 2023 stieg dieser Wert auf 6.400 Kilowattpeak. Die Lebensdauer von Photovoltaik-Paneelen wird mit 20 bis 25 Jahren angegeben.

Herausforderungen beim Recycling

Photovoltaik-Paneele bestehen größtenteils aus Glas. Weitere Bestandteile sind Kunststoff, Aluminium, Silizium und andere Metalle. Das Trennen und Wiederverwerten dieser Materialien wird als Aufgabe der Hersteller bezeichnet.

Die meisten Hersteller von Photovoltaik-Paneelen kommen aus China. Viele dieser Hersteller sind nach Jahrzehnten oft nicht mehr erreichbar. Erschwerend kommt hinzu, dass Photovoltaik-Paneele häufig unterschiedlich aufgebaut sind. Dieser unterschiedliche Aufbau wird als Hürde für die Wiederverwertung beschrieben. Gebrochene Paneele gelten beim Recycling als problematischer.

Recycling-Verfahren in Amstetten

Das Recycling-Unternehmen Müller-Guttenbrunn mit Sitz in Amstetten übernimmt alte Photovoltaik-Paneele und recycelt sie nach eigenen Angaben so weit wie möglich. Für die Übernahme wird eine als „moderate“ bezeichnete Entsorgungsgebühr eingehoben, deren Höhe sich nach dem Zustand und der Zusammensetzung der Paneele richtet.

In Amstetten hat Müller-Guttenbrunn nach eigenen Angaben eine „funktionierende Lösung für das Recycling von PV-Modulen“ etabliert. Dort werden der Aluminiumrahmen und Kunststoffteile auf der Rückseite von der Verbund-Glasscheibe der Module getrennt. Anschließend werden die Photovoltaik-Module geschreddert und zerkleinert.

Weitere Entwicklung der Recycling-Technologien

Der derzeitige Recycling-Ansatz von Müller-Guttenbrunn ist nach Unternehmensangaben noch nicht am Entwicklungsende angelangt. Benötigt werden Lösungen, um Beschichtungen und Verklebungen vollständig von den Modulen abzutrennen, damit aus dem Altglas wieder hochwertiger Recyclingstoff entstehen kann.

Müller-Guttenbrunn sucht intern nach verbesserten Lösungen für das Recycling von Photovoltaik-Paneelen und beteiligt sich an nationalen sowie internationalen Forschungsprojekten zu diesem Thema.

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