Wolfsberg gibt Arsen im Trinkwasser keine Chance: AROX-Anlage startet Betrieb
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Neue Trinkwasseraufbereitungsanlage AROX in Wolfsberg in Betrieb

In Wolfsberg ist eine neue Trinkwasseraufbereitungsanlage mit dem Namen AROX eröffnet worden. Die Anlage dient dazu, belastetes Quellwasser so zu reinigen, dass es wieder als Trinkwasser genutzt werden kann.

AROX gilt als größte Arsenentfernungsanlage Mitteleuropas und zählt zu den größten Infrastrukturprojekten der regionalen Wasserversorgung im Raum Wolfsberg. Rund drei Millionen Euro wurden in die Anlage investiert.

Arsen im Quellwasser des oberen Lavanttals

In manchen Regionen des oberen Lavanttals gelangt Arsen aus dem Gestein ins Quellwasser. Arsen ist ein natürlich vorkommendes chemisches Element, das im Gestein enthalten ist. Wenn Wasser durch Gesteinsschichten fließt, können kleine Mengen Arsen ins Grund- oder Quellwasser übergehen.

Höhere Konzentrationen von Arsen im Wasser können gesundheitsschädlich sein. Für Trinkwasser gelten daher besonders strenge Grenzwerte für Stoffe wie Arsen.

Funktionsweise der Anlage AROX

Die Wolfsberger Stadtwerke haben die Trinkwasseraufbereitungsanlage AROX errichtet. Nach Angaben von Projektleiter Michael Verdnik liegen die Quellschutzgebiete der Stadtwerke in kristallinen Gesteinsschichten, in denen Arsen eingeschlossen ist und sich im Wasserkreislauf in das Trinkwasser löst.

Verdnik zufolge ist die Anlage AROX mit Eisenoxid gefüllt. Das im Wasser gelöste Arsen wird an Eisenoxid-Partikeln angelagert („angerostet“) und anschließend aus der Trinkwasserversorgung entfernt. Auf diese Weise wird das Quellwasser von Arsen gereinigt.

Kapazität und weitere Projekte

Die Anlage AROX kann derzeit bis zu 20 Liter Wasser pro Sekunde aufbereiten. In einer zweiten Ausbaustufe ist vorgesehen, die Kapazität auf 30 Liter pro Sekunde zu erhöhen.

Neben AROX planen die Stadtwerke Wolfsberg weitere Investitionen in die Wasserversorgung. Ein zentrales Vorhaben ist die Fertigstellung der sogenannten Koralmleitung, mit der Quellgebiete auf der Koralm erschlossen werden sollen, um Wasser ins Tal zu bringen. Von diesen Quellgebieten sollen neben Wolfsberg auch weitere Gemeinden des Lavanttals profitieren.

Zusätzlich investieren die Wolfsberger Stadtwerke in zwei Trinkwasser-Kraftwerke. Mit diesen Anlagen soll Strom aus herabfließendem Wasser erzeugt werden.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.