Zollfahndung deckt auf: Illegale Zigarettenschmuggel-Fabrik in Niederösterreich ausgehoben
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Zollfahndung stoppt illegale Zigarettenproduktion in Niederösterreich

Der österreichischen Zollfahndung ist ein Schlag gegen den internationalen Zigarettenschmuggel gemeldet worden. In einer illegalen Fabrik im Industrieviertel in Niederösterreich wurden rund acht Millionen gefälschte Zigaretten sichergestellt.

Das zuständige Ministerium bestätigte gegenüber ORF Niederösterreich und der APA entsprechende Informationen der „Kronen Zeitung“ (online). Die Tabaksteuer auf die beschlagnahmte Ware beläuft sich auf etwa 1,5 Millionen Euro, der Gesamtschaden für den Staat wird auf mehr als sechs Millionen Euro geschätzt.

Razzia in autarker Produktionshalle

Die Razzia erfolgte auf Anordnung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Beteiligt waren rund 40 österreichische Finanzbeamte sowie Ermittler aus der Slowakei und aus Polen.

Bei dem Einsatz wurde eine vollständig ausgestattete Produktionshalle gestürmt, in der sich eine funktionstüchtige Zigarettenfabrik befand. Die Anlage wurde autark betrieben und war zur Lärmdämmung vollständig isoliert. In der Halle gab es zudem provisorische Schlafräume für die Arbeiter.

Laut den Behörden wurde in der Anlage im Akkord für den europäischen Schwarzmarkt produziert. Insgesamt konnten dort acht Millionen gefälschte Zigaretten sichergestellt werden.

Wochenlange Ermittlungen und Festnahmen

Den Maßnahmen gingen wochenlange Nachforschungen voraus, zu denen unter anderem der Einsatz von Drohnen zur Überwachung gehörte. Vor Ort wurden vier Personen angehalten, drei von ihnen vorläufig festgenommen.

Über eine der festgenommenen Personen wurde Untersuchungshaft verhängt. Weitere Ermittlungen der Zollfahndung sowie der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft laufen. Das Ministerium weist darauf hin, dass den mutmaßlichen Tätern im Fall einer Anklage hohe Geldstrafen beziehungsweise Freiheitsstrafen von bis zu vier Jahren drohen.