Zukunft der AI-Gigafactory in Wien: EU-Förderung auf wackligen Beinen?
Dieses Thema Freunden empfehlen

Unklarheit über EU-Förderung für geplante AI-Gigafactory in Wien

Die Pläne für ein großes KI-Rechenzentrum in Wien stehen vor offenen Fragen bei der Finanzierung durch die Europäische Union. Hintergrund sind mögliche Änderungen bei den EU-Förderrichtlinien.

Vor knapp einem Jahr haben die Bundesregierung und die Stadt Wien angekündigt, um fünf Milliarden Euro ein KI-Rechenzentrum zu bauen. Der Standort Seestadt wurde dabei nicht bestätigt.

Brief aus Wien an die EU

Die Wiener Digitalstadträtin Barbara Novak (SPÖ) hat einen offiziellen Brief an die EU geschickt. Darin wird laut der Tageszeitung „Kurier“ darauf hingewiesen, dass durchgesickerte Änderungen des Fördercalls nicht erlauben würden, das Projekt an einen bestimmten Standort oder an definierte Auflagen zu binden.

Laut dem Schreiben würden diese Änderungen Grundvoraussetzungen für das Projekt in Wien aushebeln. Novak verweist zudem darauf, dass der erwartete Fördercall bisher ausgeblieben sei und in der EU-Administration über Modelle von Einkaufsgemeinschaften diskutiert werde.

Nach ihren Angaben wären solche Modelle für die öffentliche Hand nicht mehr interessant. Unter den von ihr geschilderten Umständen könne sich die Stadt Wien an keinem gemeinsamen Beschaffungsverfahren für eine AI-Gigafactory beteiligen.

Wien hält an AI-Gigafactory-Plänen fest

Ein zentrales Element des Projekts ist die Integration der geplanten AI-Gigafactory in das Wiener Fernwärmesystem. Die Integration hätte laut Novak einen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung von bis zu 600.000 Haushalten geleistet.

Nach ihren Angaben steht das Vorhaben im Einklang mit wichtigen europäischen strategischen Zielsetzungen sowie mit dem Ziel der Stadt Wien, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Sie erklärte, die Stadt sei für eine AI-Gigafactory startklar, alle notwendigen Komponenten seien bestellt, und die Wiener Fernwärme bereite sich darauf vor, die Abwärme der Anlage einzuspeisen.

Novak bezeichnete ein Ausbleiben einer Beteiligung an einem Fördermodell als bedauerlich und ersuchte die Zuständigen, die Förderkriterien noch einmal zu überdenken. Zugleich betonte sie, Wien wolle auf eine AI-Gigafactory keinesfalls verzichten. Den konkreten Standort wollte sie nicht nennen.

Strategische Rolle großer Rechenzentren

Rechenzentren mit großen Kapazitäten gelten in der Darstellung des Projekts als Rückgrat der Künstlichen Intelligenz. Solche Anlagen stehen derzeit vor allem in China und den USA. Europa strebt an, bei diesen Infrastrukturen unabhängiger zu werden.

Zu bereits bestehenden Standorten in Frankfurt, London, Amsterdam und Paris sollen weitere Zentren hinzukommen. Wien hat sich dabei mit Unterstützung von Bratislava, Budapest und Ljubljana als zusätzlicher Standort für eine AI-Gigafactory ins Spiel gebracht.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.