Zukunft des Seekirchener Hallenbads: Entscheidung durch Land Salzburg bis Sommer erwartet
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Salzburger Landesentscheidung zu geplantem Hallenbad in Seekirchen bis Sommer angekündigt

In Seekirchen am Wallersee im Flachgau ist der Bau eines Hallenbades geplant. Das Land Salzburg will in der Diskussion über das Projekt bis zum Sommer über die Finanzierung und damit über den Bau entscheiden.

Zwölf Gemeinden sind an Planung und Finanzierung beteiligt und halten nach eigenen Angaben trotz angespannter Gemeindefinanzen an dem Vorhaben fest. Die Kosten für den Bau des Hallenbades belaufen sich laut aktuellen Berechnungen auf rund 24 Millionen Euro.

Finanzierungsmodell und Rolle des Landes

Vorgesehen ist eine Kostenaufteilung von 70 Prozent Land Salzburg und 30 Prozent beteiligte Gemeinden, die bereits in der Vergangenheit festgelegt wurde. Die Übernahme von 70 Prozent der Baukosten würde für das Land rund 17 Millionen Euro bedeuten. Die beteiligten Gemeinden erklärten, die 30 Prozent Errichtungskosten und die jährlichen erwarteten Betriebskosten gemeinsam zu tragen.

Die jährlichen Betriebs- und Instandhaltungskosten müssen von den beteiligten Gemeinden abhängig von der Einwohnerzahl übernommen werden. Der Regionalverband Salzburger Seenland nutzte für die Machbarkeitsstudie eine defensive Berechnung und kommt im schlechtesten Fall auf rund 420.000 Euro pro Jahr. Im Idealfall könnten die Betriebskosten laut Obmann Simon Wallner bei etwa 250.000 Euro jährlich liegen.

Diskussion in Seekirchen und politische Positionen

Am Freitagabend fand in Seekirchen die Diskussionsveranstaltung „Ein Ort am Wort“ zum Thema Hallenbad statt. Dort bildeten Gemeindepolitiker, Vertreter der Wasserrettung Salzburg, Sportvereine aus dem Flachgau, Vertreter des Bundesgymnasiums Seekirchen am Wallersee und der Elternverein der Schule eine Allianz für eine rasche Entscheidung und einen möglichst zeitnahen Bau.

Der Bürgermeister von Seekirchen, Konrad Pieringer (ÖVP), erklärte, alle zwölf beteiligten Gemeinden stünden weiterhin hinter dem Projekt und es gebe keine Unsicherheit hinsichtlich des Vorhabens. Er betonte, dass der nächste Schritt nur die Zustimmung des Landes sein könne. Laut Darstellung würde das jahrelang geplante Projekt derzeit an der Freigabe des Landes scheitern.

Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) und ihr Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) ließen sich bei der Diskussion von ÖVP-Budgetsprecher Wolfgang Mayer vertreten. Mayer stellte in Aussicht, dass das Land bis zum Sommer entscheiden werde, äußerte Zuversicht auf eine positive Entscheidung und verwies zugleich darauf, dass eine sofortige Entscheidung nicht getroffen werden könne. Er begründete dies mit unter Druck stehenden öffentlichen Kassen und der Notwendigkeit kaufmännischer Vorsicht.

Suche nach weiteren Partnergemeinden

Die ÖVP will weitere Gemeinden gewinnen, die sich am Bau und am laufenden Betrieb beteiligen. Ziel sei es laut Mayer, die finanzielle Last auf mehrere Schultern zu verteilen. Es gibt bereits Gespräche mit weiteren Gemeinden, unter anderem mit Elixhausen im Flachgau.

Der Landtagsklubobmann der SPÖ, Max Maurer, kritisierte das Vorgehen der ÖVP. Er erklärte, an den 70 Prozent Kostenanteil des Landes ändere sich nichts, wenn mehr Gemeinden am Projekt beteiligt würden, und forderte die Landesregierung auf, sich sofort zum Projekt zu bekennen und die Entscheidung nicht bis zum Sommer hinauszuschieben. Zudem sprach er sich dafür aus, dass das Land in den ersten zwei bis drei Betriebsjahren eine Anschubfinanzierung leisten soll, um die Gemeinden bei den Betriebskosten zu entlasten.

Zeitplan und Bedeutung für den Schwimmunterricht

Simon Wallner, Bürgermeister von Obertrum (ÖVP) und Obmann des Regionalverbandes Salzburger Seenland, stellte in Aussicht, dass bei einer Entscheidung des Landes bis zum Sommer ein Baubeginn im Jahr 2027 möglich wäre und eine Fertigstellung 2029 als realistisch gilt.

Die Direktorin des Bundesgymnasiums Seekirchen, Annemarie Seethaler, erklärte, die Schule könne wegen fehlender Schwimmflächen ihren Bildungsauftrag im Bereich Schwimmen nicht erfüllen. Lehrkräfte müssten derzeit für den Schwimmunterricht nach Bayern, in die Stadt Salzburg und ins angrenzende Oberösterreich ausweichen. Der Obmann des Elternvereins des BG Seekirchen, Dieter Pirchner, sprach von hohem organisatorischem und zeitlichem Aufwand durch diese Ausweichfahrten.

Der Fachinspektor für Sport der Salzburger Bildungsdirektion, Robert Tschaut, bestätigte, dass diese Situation der Behörde bekannt ist. Er sah eine Dringlichkeit, im Flachgau zusätzliche Wasserflächen zu schaffen und das Hallenbad möglichst rasch zu bauen.

Der Elternverein des BG Seekirchen hat eine Petition für den Bau des Hallenbades gestartet, die innerhalb kurzer Zeit 3.500 Unterschriften sammelte.

Die TV-Diskussion „Ein Ort am Wort: Kein Hallenbad für den Flachgau?“ thematisiert das Projekt und die angespannte Budgetlage. In der Beschreibung wird angegeben, dass der Bau des Hallenbades nach mehr als einem Jahrzehnt intensiver Diskussionen und nach einer Einigung über die Kostenaufteilung bereits auf Schiene schien.