Zusammenstoß im Himmel über Piesendorf: Diskussion um Sicherheit im unkontrollierten Luftraum entbrannt
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Paragleiterin kollidiert mit Kleinflugzeug über Piesendorf

Im Luftraum über Piesendorf nahe Zell am See ist es am Pfingstsamstag zu einem Zusammenstoß zwischen einem Kleinflugzeug und einer Paragleiterin gekommen. Beide Beteiligten blieben nach Angaben des Berichts unversehrt.

Der Vorfall hat eine breite Diskussion über die Sicherheit im unkontrollierten Luftraum des Pinzgaus ausgelöst, in dem sich Paragleiter und Motorflugzeuge denselben Luftraum teilen.

Bei dem Zwischenfall flog das Kleinflugzeug von hinten in den Gleitschirm der aus Oberösterreich stammenden Paragleiterin. Der Schirm wurde dabei beschädigt beziehungsweise zerfetzt. Die Sportlerin konnte ihren Rettungsschirm auslösen. Der Pilot des Kleinflugzeugs stammt aus Tirol.

Die Helmkamera der Paragleiterin zeichnete den Vorfall auf. Das Video wurde am Pfingstsonntag auf ihrem Instagram-Kanal veröffentlicht und der Zusammenstoß wird seither medial breit diskutiert. Die Ermittlungen zu dem Flugunfall laufen weiter. Die Polizei hat Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Piloten des Kleinflugzeugs erstattet. Rechtlich hat die Paragleiterin Vorrang gegenüber dem motorisierten Luftverkehr.

Nach Angaben des Berichts ist weiterhin unklar, warum der Pilot von hinten in den Gleitschirm geflogen ist. Vertreter aus Luftfahrt und Paragleitsport bezeichnen derartige Zusammenstöße als äußerst selten. Johannes Damisch, Vorstand des Paragleiterclubs „Fly for fun“, betont, derartige Vorfälle seien nach seiner Darstellung extrem selten, auch weltweit. Konkrete Ursachen für den aktuellen Unfallhergang bezeichnet er als Spekulation und nennt mögliche Erklärungen wie etwa Blendung durch die Sonne ausdrücklich nur als Beispiele.

Luftraumstruktur und Informationslage in Zell am See

Zell am See liegt in einem Luftraum ohne Kontrolle durch die Flugsicherung, also ohne kontrollierten Luftraum. Nach Aussage eines Luftfahrtexperten sind dort alle Luftverkehrsteilnehmer eigenverantwortlich unterwegs, auch rund um den Flugplatz und auf dem Flugplatz. In Zell am See erfolgen nach der Darstellung keine Verkehrsinformationen in dem Sinn wie in der Stadt Salzburg.

In Salzburg gilt der Gaisberg als Gebiet mit klar geregeltem Luftverkehr. Dort werden Flugverkehrsinformationen über ATIS (Automatischer Terminal-Informationsdienst) verbreitet. ATIS liefert Pilotinnen und Piloten laufend Informationen für Start und Landung, darunter Wetterdaten, aktive Landebahn, Luftdruck und weitere Hinweise. Die Durchsagen laufen in einer Endlosschleife und werden regelmäßig aktualisiert. Im Pinzgau gibt es nach Angaben des Berichts keine ATIS-Flugverkehrsinformationen.

Thomas Hasenburger, Vertreter des Sportfachverbands für Luftfahrt in Salzburg, weist darauf hin, dass Motorflugpiloten im Luftraum des Bezirks Zell am See oft nicht wissen, dass dort Paragleiter unterwegs sind, weil diese optisch nicht gut zu erkennen seien. In der Stadt Salzburg sei hingegen bekannt, dass dort Paragleitaktivitäten stattfinden, weshalb Pilotinnen und Piloten ein anderes Augenmerk auf dieses Gebiet hätten.

Mit Blick auf den Unfall beschreibt Hasenburger Unsicherheiten bei der Reaktion eines Piloten, wenn ein Luftfahrzeug mit etwa 200 km/h unterwegs ist und ein Paragleiter thermikbedingt rasch seine Höhe ändern kann. Sowohl der Luftfahrtverband als auch Vertreter des Paragleiterclubs verweisen auf die aus ihrer Sicht sehr seltene Häufung solcher Vorfälle.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.