Zweigleisig in die Zukunft: Doppelmayr baut auf alpine und urbane Seilbahnen
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Doppelmayr setzt auf alpine Seilbahnen – urbane Systeme gewinnen international an Bedeutung

Die Nachfrage nach städtischen Seilbahnen steigt weiter. Beim Vorarlberger Seilbahnhersteller Doppelmayr in Wolfurt entfallen rund 20 Prozent des Umsatzes auf Seilbahnsysteme in dicht besiedelten Gebieten.

Gleichzeitig dominieren im Heimatmarkt Vorarlberg weiterhin Seilbahnen für Skigebiete, was der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens entspricht. Nach Angaben von Doppelmayr sind 60 Prozent aller Anlagen Seilbahnen für den alpinen Raum.

Vorarlberg: Fokus auf alpinen Raum und bestehende Verkehrserschließung

Reinhard Fitz ist bei Doppelmayr für städtische Seilbahnen zuständig und wird als Experte für städtische Mobilität mit Seilbahnen bezeichnet. Er sagt, städtische Seilbahnen seien für Vorarlberg nicht die beste Lösung.

Als Begründung nennt Fitz, dass es in den Ballungszentren Vorarlbergs keine großen Hindernisse gebe und es im Rheintal und im Walgau eine gute Erschließung in die Täler hinein gebe. Seilbahnen bezeichnet er als Punkt-zu-Punkt-Verbindung, die aufgrund der Flächenausbreitung nicht immer die erste Wahl sei.

Im vergangenen Jahr hat Doppelmayr 44 alpine Bahnen gebaut. In Vorarlberg werden laut Einschätzung im Unternehmen weiterhin Seilbahnen für Skigebiete dominieren.

Cable Liner: Voraussetzungen in Vorarlberg laut Doppelmayr ungünstig

Als weiteres System wird der Cable Liner beschrieben – eine schienengebundene, automatisch laufende Seilbahn. Fitz erklärt, ein Cable Liner würde in Vorarlberg ähnlich einer Straßenbahn funktionieren.

Die Voraussetzungen dafür seien in Vorarlberg nach seiner Darstellung nicht besonders gut. Fitz verweist auf schwierige Diskussionen zur Integration einer Straßenbahn in den Verkehrsraum und betont, dass es in Vorarlberg eine sehr gute Erschließung in der Nord-Süd-Achse sowie eine Flächenerschließung mit Bussen gebe. Zusätzliche Verkehrsmittel wie ein Cable Liner würden zusätzliche Infrastruktur erfordern und neue Flächen blockieren. Daher sehe er einen Cable Liner im Moment nicht als treffend an.

Internationale Projekte und regionale Verteilung der Neuanlagen

Doppelmayr hat im vergangenen Jahr weltweit 84 Neuanlagen an Kunden übergeben und gibt an, damit das hohe Niveau des Vorjahres mit 85 Neuanlagen gehalten zu haben. Europa führte das regionale Ranking mit 55 Neuanlagen an, gefolgt von Nordamerika mit 17, Asien mit acht, Ozeanien mit drei und Südamerika mit einer Neuanlage.

Als besondere Projekte nennt das Unternehmen die urbane Seilbahn Câble C1 im Großraum Paris und die erste TRI-Line in Hoch Ybrig in der Schweiz. Zudem wurden weitere Bahnen mit autonomem Betrieb unter anderem in Ischgl und Sölden fertiggestellt.

Câble C1 in der Region Paris: längste urbane Seilbahn Europas

Die Region Île-de-France hat am 13. Dezember 2025 mit der Câble C1 ihre erste urbane Seilbahn eröffnet. Câble C1 wird als längste urbane Seilbahn Europas bezeichnet. Die Linie ist 4,5 Kilometer lang und verfügt über fünf Stationen.

Câble C1 verlängert die Metro-Linie 8 und verbindet die südlichen Vororte von Paris schnell und hindernisfrei mit dem öffentlichen Verkehrsnetz. Die Seilbahn wird ohne CO₂-Emissionen betrieben. Nach Angaben von Doppelmayr ist Câble C1 eine effiziente Alternative im überlasteten Verkehrsnetz.

Täglich befördert die Anlage über 11.000 Personen. Die Fahrzeit beträgt 18 Minuten und halbiert damit die ursprüngliche Reisezeit.

TRI-Line in Hoch Ybrig und weitere Anlagen

Die TRI-Line Weglosen–Seebli in der Schweiz hat im Dezember 2025 als weltweit erste Seilbahn mit TRI-Line-System den Dienst aufgenommen. 18 Kabinen transportieren bis zu 1.400 Personen pro Stunde. Die Fahrzeit beträgt rund sieben Minuten, die Strecke ist etwa 1,7 Kilometer lang, und es kommen lediglich zwei Stützen zum Einsatz.

Doppelmayr berichtet, dass die Hoch Ybrig-Bahn durch ein neu entwickeltes Laufwerk, kompakte Stationen, hohe Windstabilität und barrierefreie Fahrzeuge überzeugt.

Mit der neuen 8er-Gondelbahn Pío Nono in Santiago de Chile hat Doppelmayr zudem eine Anlage realisiert, die auf knapp einem Kilometer drei Ausflugsziele verbindet: den Nationalzoo an der Talstation, den künftig entstehenden Eco-Park Chile Nativo und den Gipfel des Cerro San Cristóbal, von dem aus ein Blick auf die Stadt Santiago de Chile und die Anden möglich ist.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.